Hättest du gedacht, dass unsere Stadtgeschichte mit einem gigantischen Deal begann? Im Jahr 1292 hieß es in Nauen: Zahlen oder kein Stadtrecht!
Die Einwohner mussten tief in die Tasche greifen, um den Markgrafen Otto und Conradus ihr Stadtrecht abzuluchsen. 222 Pfund Silberpfennige und 15 Silbermark flossen damals in die Kassen des Adels. Klingt nach viel? Es war ein Vermögen!
Was war dieser Preis heute wert?
Man kann das auf zwei Arten rechnen – und beide sind absolut beeindruckend:
Der reine „Bling-Bling“-Wert: Hätten wir die 85 kg Silber heute im Tresor, entspräche das einem Materialwert von rund 221.000 Euro.
Die wahre Kaufkraft (Der „Wahnsinns-Check“): Im Mittelalter war Silber viel seltener als heute. Für diese Summe hätte man damals:
Über 20 stattliche Stadthäuser kaufen können.
Eine ganze Söldnertruppe für einen Kriegszug finanziert.
In heutigem Geldwert ausgedrückt: Wir reden hier von 2 bis 5 Millionen Euro!
Was gab es dafür?
Als „Gegenleistung“ bekamen die Nauener nicht nur das Recht, sich Stadt zu nennen, sondern auch 400 Hektar Land. Ein Investment, das sich über die Jahrhunderte definitiv ausgezahlt hat!
Es war kein Taschengeld, sondern eine Summe, die sonst nur Klöster oder der Hochadel bewegten. Nauen war also schon damals bereit, für seine Freiheit und Zukunft groß zu investieren.




