Eine Stadt mit Geschichte

Kategorie: Nauen Ausführlich (Seite 1 von 4)

Gebhard Eckler aus Nauen klagt an!

Gebhard Eckler, Direktor des Stadtmuseums Nauen

Im September Anno 2001 jährte sich zum einhundertsten Male der Beginn der Präsentation Nauener- und havelländischer Geschichte im Rahmen eines Museums. Von mir dereinst höchstselbst ins Leben gerufen und mehr als zwanzig Jahre betreut.

Eine gewisse Unruhe und auch Neugier überkam meinen Geist nach all den Jahren und es trieb mich an den Ort meines Lebens und Schaffens…in freudiger Erwartung, mein Lebenswerk gewachsen und aufs Beste vervollständigt zu sehen…

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Die Recherche zum Schicksal der Familie Homburger aus Nauen

Als gebürtiger Nauener interessiere ich mich schon immer für die Geschichte meiner Geburtsstadt. Meine große Leidenschaft ist das Sammeln von alten Ansichtskarten. Über diesen Weg lernte ich im Jahre 2018 Marco Strahlendorf kennen, der alte Fotos von Nauen auf seiner Facebookseite „Altstadt Nauen“ (heute „Funkstadt Nauen“) präsentierte. Wir erkannten schnell, dass wir beide die gleiche Absicht verfolgen, interessante Zeitdokumente und die Geschichten dahinter der Öffentlichkeit zu zeigen und nicht wie Trophäen in Schubladen verschwinden zu lassen. Damit begann eine konstruktive Zusammenarbeit, die bis heute besteht.

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Schicksal der Familie Homburger – Teil 1 – Jüdisches Leben in Nauen

Die ersten Juden in Nauen – Bereits im Mittelalter gehörte Nauen zu den märkischen Städten in denen Juden ansässig waren. Im Jahre 1315 „schenkte“ Markgraf Waldemar der Stadt zwei Schutzjuden. Durch den Aufenthalt dieser Schutzjuden hatte Nauen eine sichere Einnahmequelle, denn diese mussten ein entsprechendes Schutzgeld entrichten. Meist wurden die Juden am Rand der Stadt untergebracht und auch nur dort geduldet. Juden wurden auch immer wieder für den Ausbruch von Epidemien, Hungersnöte oder Verteuerungen verantwortlich gemacht. Aber trotz solcher Verleumdungen gab es immer Juden die für Handel und Geldgeschäfte gebraucht wurden, andere Tätigkeiten waren ihnen untersagt.

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Schicksal der Familie Homburger – Teil 3 – Das Unheil nimmt seinen Lauf

Hitler wurde am 30. Januar 1933 vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Viele der über 6 Millionen Arbeitslosen erhofften sich durch ihn eine Verbesserung ihrer Lage. Nur so ist es zu verstehen, dass er schnell Gefolgsleute fand, die ihn bei den beginnenden Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung unterstützten.

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Schicksal der Familie Homburger – Teil 4 – Die Flucht nach Bolivien

Hatte Emil Homburger in den zurückliegenden fast 6 Jahren immer noch an das Gute im Menschen geglaubt, so gab er sich nach den Ereignissen in der Pogromnacht keinen Illusionen mehr hin. Jetzt war endgültig der Zeitpunkt gekommen, an dem er und seine Familie Deutschland so schnell wie möglich verlassen mussten, auch wenn sie ihr Vaterland noch so sehr liebten!

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Bahnhof Nauen nach der politischen Wende

11. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen

Alter Postschuppen 1997 - diente als provisorische Fahrkartenausgabe von 1945 bis 2000
Alter Postschuppen 1997 – diente als provisorische Fahrkartenausgabe von 1945 bis 2000

Der politischen Wende im November 1989 folgte bald darauf die wirtschaftliche Wende. Die Folgen für die Eisenbahn waren ein drastischer Rückgang des Güterverkehrs und die Schließung vieler Anschlussbahnen und -gleise, auch in Nauen. So wurde der größte werkseigene Anschlussbahnhof Nauens, der Werkbahnhof der Zuckerfabrik, nach der letzten Rübenkampagne 1992 und der endgültigen Schließung des Werks im März 1993 gegenstandslos. Die im Jahre 1889 gegründete Zuckerfabrik Nauen war Initiator und Geldgeber für den rasanten Ausbau der Eisenbahn in der Region. Ihr sind die Strecken nach Ketzin und Rathenow maßgeblich mit zu verdanken. Heute sind Werk und Strecken nur noch Geschichte.

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Der Neubeginn und Kleinbahntod in Nauen

10. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen

Obwohl die Kriegsschäden am Bahnhof und den Bahnanlagen erheblich waren, konnte der Zugverkehr auf sämtlichen Strecken binnen kurzer Zeit nach Kriegsende wieder aufgenommen werden. Als erstes ging die Osthavelländische Eisenbahn AG (OHE) wieder an den Start. Bereits im Mai 1945 fuhren wieder Züge nach Ketzin und Velten. Da der Kleinbahnhof aber noch zerstört war, endete der Zug aus Ketzin vorerst in der Station Nauen Berliner Straße und der Zug aus Velten in der Station Nauen Stadtforst. Es waren jedoch nur Güterzüge mit hauptsächlich landwirtschaftlichen Erzeugnissen, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten. Erst ab August 1945 fuhren auch wieder Personenzüge nach Ketzin – immer am Montag, Mittwoch und Freitag.

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Die Katastrophe in Nauen

9. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen

Deutschland im April 1945. Die Schlacht um Berlin war in vollem Gange und der 2. Weltkrieg näherte sich seinem Ende. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fernbahnhöfe im Berliner Stadtgebiet weitestgehend zerstört und kein Zug konnte die Reichshauptstadt mehr verlassen. Deshalb gewann der immer noch voll funktionsfähige Bahnhof Nauen als Eisenbahnknotenpunkt westlich Berlins strategisch stark an Bedeutung, was gleichzeitig sein Verhängnis wurde. Bei der letzten großen Angriffsserie von militärischer Bedeutung stand bei der 8. US Air Force neben den Verschiebebahnhöfen Wustermark und Seddin auch der Bahnhof Nauen auf der Abwurfliste.

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Der große Umbau vom Bahnhof Nauen

8. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen

Bahnhof Nauen mit Omnibus um 1930
Bahnhof Nauen mit Omnibus um 1930

Bis zum Jahr 1915 entwickelte sich der Bahnhof Nauen immer mehr zum Eisenbahnknotenpunkt im Osthavelland. Der Personen- und Güterverkehr nahm zu und verursachte an der durch Schranken gesicherten niveaugleichen Kreuzung mit der Dammstraße direkt im Bahnhofsbereich unerträgliche Behinderungen für den Straßenverkehr. Es wurde daher die Höherlegung des Staatsbahnhofs (bei gleichzeitiger Erweiterung) beschlossen. In den Jahren 1912 bis 1917 führte man umfangreiche Dammaufschüttungen über einen Bereich von etwa 2.600 m unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs durch, so dass ab 1918 ein kreuzungsfreier Betrieb über die Dammstraße möglich wurde. Die Sandmassen transportierte eine Lorenbahn aus den Rollbergen heran. Für diese Arbeiten wurden auch französische Kriegsgefangene eingesetzt.

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