Kategorie: Empfohlen

Nauen: Eine Stadt, die sich „freigekauft“ hat!

Hättest du gedacht, dass unsere Stadtgeschichte mit einem gigantischen Deal begann? Im Jahr 1292 hieß es in Nauen: Zahlen oder kein Stadtrecht!

Die Einwohner mussten tief in die Tasche greifen, um den Markgrafen Otto und Conradus ihr Stadtrecht abzuluchsen. 222 Pfund Silberpfennige und 15 Silbermark flossen damals in die Kassen des Adels. Klingt nach viel? Es war ein Vermögen!

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Schicksal der Familie Homburger – Teil 1 – Jüdisches Leben in Nauen

Die ersten Juden in Nauen – Bereits im Mittelalter gehörte Nauen zu den märkischen Städten in denen Juden ansässig waren. Im Jahre 1315 „schenkte“ Markgraf Waldemar der Stadt zwei Schutzjuden. Durch den Aufenthalt dieser Schutzjuden hatte Nauen eine sichere Einnahmequelle, denn diese mussten ein entsprechendes Schutzgeld entrichten. Meist wurden die Juden am Rand der Stadt untergebracht und auch nur dort geduldet. Juden wurden auch immer wieder für den Ausbruch von Epidemien, Hungersnöte oder Verteuerungen verantwortlich gemacht. Aber trotz solcher Verleumdungen gab es immer Juden die für Handel und Geldgeschäfte gebraucht wurden, andere Tätigkeiten waren ihnen untersagt.

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Molkerei Nauen und die Milchpipeline – Von der Kuh direkt in die Molkerei

An einem Morgen wie jeden, im Oktober 1966 um 05:30 Uhr. Feierabend im Fischgrätenmelkstand des VEG Markee. Elektrisch gemolken, stehen die Schwarzbunten herum. Der Melkermeister kommt nochmals ins Melkhaus, blickt auf einige Manometer, schließlich dreht er an einem metallenen Hebel, so als öffne er schlechtweg irgedeinen Wasserhahn im Garten. 50 Minuten später quillt aus einem handgelenkstarken Kunststoffrohr im Keller der Nauener Molkerei das erfrischende Labsal. Gut gekühlt (etwa 4 Grad Celsius) verlässt das fett- und vitaminreiche Produkt seine unterirdische Ader, ohne auch nur ein einziges Mal von Menschenhand bewegt worden zu sein. Und dabei sind VEG Markee und die Molkerei Nauen dreieinhalb Kilometer voneinander entfernt. Des Rätsels Lösung? Seit einiger Zeit verbindet den Erzeugungs- und den Verarbeitungsbetrieb die erste Milchpipeline der DDR. Installiert vom Institut für Milchforschung Oranienburg, hat die in solcher Länge wohl einmalige Versuchsanlage ihre dreimonatige Durchlaufprobe bestens bestanden.

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Funkstadt Nauen – Ohne Nauen kein Handy!

Die Welt mit ihren anscheinend unermesslichen Weiten und ihren 2000 Millionen Bewohnern , das mächtige und im Weltall doch so winzige, anscheinend haltlos schwebende Sternengebilde horchte auf, jeden Tag um die gleiche Zeit, auf den Ruf: „Achtung! „Achtung! Sie hören jetzt das Nauener Zeitzeichen!“ Stets gibt Nauen so von neuem den Ton, die Zeit an. Die ganze Welt richtet sich hierbei nach Nauen, dem funktechnischen Mittelpunkt der Welt. Mit Blitzesschnelle umkreisen die Funkmeldungen von Nauen den Erdball, die Weltmeere spielend überbrückend und die Verbindung zu den entferntesten Völkern der Erde herstellend. Für den Laien ein Wunder der Wissenschaft und der Technik.

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Zuckerfabrik Nauen – Weißes Gold aus Nauen

Am 24. Oktober 1889 eröffnete in Nauen die damals größte und modernste Rübenrohzuckerfabrik Europas. Über ein Jahrhundert lang prägte sie das Stadtbild und bot zeitweise mehr als 1.000 Menschen Arbeit – bis zur Schließung 1993.

Gegründet

1889

Geschlossen

1993

Status

Industriedenkmal

Die Zuckerfabrik Nauen stand für über 100 Jahre Zucker aus Nauen. Es war der 24. Oktober 1889 als in Nauen die zu der Zeit größte und modernste Rübenrohzuckerfabrik in Europa eröffnete. Über viele Jahre prägte die Zuckerfabrik das Stadtbild was auch an den vielen mit Zuckerrüben beladenen Transportmitteln lag. Zu seinen Spitzenzeiten waren bis zu 1000 Menschen in der Zuckerfabrik Nauen beschäftigt.

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