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	<title>Bauwerke Archive - Funkstadt Nauen</title>
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	<description>Eine Stadt mit Geschichte</description>
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	<title>Bauwerke Archive - Funkstadt Nauen</title>
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		<title>Bahnhof Nauen nach der politischen Wende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 18:08:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>11. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen Der politischen Wende im November 1989 folgte bald darauf die wirtschaftliche Wende. Die Folgen für die Eisenbahn waren ein drastischer Rückgang des Güterverkehrs und die Schließung vieler Anschlussbahnen und -gleise, auch in Nauen. So wurde der größte werkseigene Anschlussbahnhof Nauens, der Werkbahnhof der Zuckerfabrik, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/bahnhof-nauen-nach-der-politischen-wende/">Bahnhof Nauen nach der politischen Wende</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">11. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Alter-Postschuppen-1997-diente-als-provisorische-Fahrkartenausgabe-von-1945-bis-2000.jpg"><img decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Alter-Postschuppen-1997-diente-als-provisorische-Fahrkartenausgabe-von-1945-bis-2000.jpg" alt="Alter Postschuppen 1997 - diente als provisorische Fahrkartenausgabe von 1945 bis 2000" class="wp-image-983" width="260" height="180" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Alter-Postschuppen-1997-diente-als-provisorische-Fahrkartenausgabe-von-1945-bis-2000.jpg 520w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Alter-Postschuppen-1997-diente-als-provisorische-Fahrkartenausgabe-von-1945-bis-2000-300x208.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Alter-Postschuppen-1997-diente-als-provisorische-Fahrkartenausgabe-von-1945-bis-2000-390x270.jpg 390w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Alter Postschuppen 1997 &#8211; diente als provisorische Fahrkartenausgabe von 1945 bis 2000</figcaption></figure></div>


<p>Der politischen Wende im November 1989 folgte bald darauf die wirtschaftliche Wende. Die Folgen für die Eisenbahn waren ein drastischer Rückgang des Güterverkehrs und die Schließung vieler Anschlussbahnen und -gleise, auch in Nauen. So wurde der größte werkseigene Anschlussbahnhof Nauens, der Werkbahnhof der Zuckerfabrik, nach der letzten Rübenkampagne 1992 und der endgültigen Schließung des Werks im März 1993 gegenstandslos. Die im Jahre 1889 gegründete Zuckerfabrik Nauen war Initiator und Geldgeber für den rasanten Ausbau der Eisenbahn in der Region. Ihr sind die Strecken nach Ketzin und Rathenow maßgeblich mit zu verdanken. Heute sind Werk und Strecken nur noch Geschichte. </p>



<span id="more-978"></span>



<p>Aber die neue Zeit brachte auch neue Arbeitgeber in die Stadt. So ist dem <strong><em>Haushaltsgerätewerk Bosch-Siemens</em></strong> zu verdanken, dass wieder ein Anschlussgleis verlegt und bedient wird. Damit behält der ehemalige Kleinbahnhof mit seinen Abstell- und Übergabegleisen bis heute seine Funktion, wenn auch in bescheidenem Ausmaß. Den Charme von einst wird dieses Areal wohl nie wiederbekommen, nachdem im Frühjahr 2011 auch der Triebwagenschuppen der Osthavelländischen Kreisbahnen und das Stellwerk Nmt der Abrissbirne zum Opfer fielen. Aber die Verwaltungsgebäude in der Berliner Straße Nr. 113 (Direktionsgebäude), Nr. 115 (Bahnhofsdienstgebäude) und Nr. 111 (Angestelltenwohnhaus) konnten für die Nachwelt gerettet werden und stehen heute unter Denkmalschutz.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="514" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008.jpg" alt="Gleisarbeiten auf dem ehemaligen Kleinbahnhof im Jahre 2008" class="wp-image-988" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008.jpg 800w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008-300x193.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008-768x493.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Gleisarbeiten-auf-dem-ehemaligen-Kleinbahnhof-im-Jahre-2008-420x270.jpg 420w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gleisarbeiten auf dem ehemaligen Kleinbahnhof im Jahre 2008 / Quelle: Helmu Ribbe</figcaption></figure></div>


<p>Im Rahmen des „<strong><em>Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Schiene Nr. 2</em></strong>“ wurde die Fernbahnstrecke Berlin – Hamburg in den Jahren 1993 bis 1997 ausgebaut. In diesem Zusammenhang erfuhr auch der Bahnhof Nauen eine Modernisierung, da die Streckengleise für Geschwindigkeiten bis 200 km/h quasi neu verlegt werden mussten. Das ehemalige Hauptstellwerk „Nau“ direkt neben der Dammstraßenbrücke stand diesem Streckenneubau jedoch im Wege und wurde abgerissen. Außerdem wurde eine Trasse für den Bau einer S-Bahn-Verbindung Berlin–Falkensee–Nauen freigehalten. Ob dieser Traum aus den 1930er Jahren jemals verwirklicht wird, ist fraglich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bahnhof-Nauen-2020-Tunneleingang.jpg"><img decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bahnhof-Nauen-2020-Tunneleingang.jpg" alt="Bahnhof Nauen 2020 Tunneleingang" class="wp-image-984" width="310" height="210" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bahnhof-Nauen-2020-Tunneleingang.jpg 620w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bahnhof-Nauen-2020-Tunneleingang-300x203.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bahnhof-Nauen-2020-Tunneleingang-399x270.jpg 399w" sizes="(max-width: 310px) 100vw, 310px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhof Nauen 2020 / Quelle: Foto Rüdiger Nathusius</figcaption></figure></div>


<p>Aber ein anderer Traum versprach Wirklichkeit zu werden. Sollte Nauen nach fast 50 Jahren tatsächlich wieder ein repräsentatives Empfangsgebäude bekommen? Der damalige Alt-Bürgermeister Werner Appel legte in einer feierlichen Zeremonie sogar einen Grundstein für ein neues Gebäude. Dabei blieb es aber auch! Ein Gebäude folgt leider nicht und so musste der alte Postschuppen weiterhin seinen Dienst als Fahrkartenausgabe bis Mitte 2000 verrichten. Mittlerweile gibt es einen kleinen Pavillon der <strong><em>Deutschen Bundesbahn</em></strong> <strong><em>(DB)</em></strong> für Fahrkarten und einen Imbiss. Aber irgendwie wirkt alles nur improvisiert und deshalb sollten sachliche und konstruktive Gespräche über den Bau eines echten Empfangsgebäudes nicht aufhören.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Tunneleingand-um-1990-gut-erkennbar-sind-die-Stufen-die-bis-1945-noch-im-Empgangsgebaeude-lagen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Tunneleingand-um-1990-gut-erkennbar-sind-die-Stufen-die-bis-1945-noch-im-Empgangsgebaeude-lagen.jpg" alt="Tunneleingand um 1990 - gut erkennbar sind die Stufen die bis 1945 noch im Empgangsgebäude lagen" class="wp-image-993" width="310" height="137" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Tunneleingand-um-1990-gut-erkennbar-sind-die-Stufen-die-bis-1945-noch-im-Empgangsgebaeude-lagen.jpg 620w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Tunneleingand-um-1990-gut-erkennbar-sind-die-Stufen-die-bis-1945-noch-im-Empgangsgebaeude-lagen-300x133.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Tunneleingand-um-1990-gut-erkennbar-sind-die-Stufen-die-bis-1945-noch-im-Empgangsgebaeude-lagen-604x267.jpg 604w" sizes="auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Tunneleingang um 1990 &#8211; gut erkennbar sind die Stufen die bis 1945 noch im Empgangsgebäude lagen</figcaption></figure></div>


<p>Als der Bahnhofsvorplatz im Jahre 2005 nochmal umgestaltet wurde, verschwanden auch die Treppenstufen vor dem Tunneleingang (manche Nauener nennen es auch nur „Das Loch“). Kaum ein Nauener wusste, dass diese Treppenstufen noch aus dem alten Empfangsgebäude stammen. Es war auch schwer vorstellbar, dass sich diese Stufen bis zum 20.04.1945 noch <strong>in</strong> demGebäude befanden und nicht außerhalb. Wer sich einen kleinen Eindruck vom ehemaligen Nauener Empfangsgebäude verschaffen möchte, sollte nach <strong><em>Neustadt/Dosse</em></strong> oder <strong><em>Ludwigslust</em></strong> fahren. Dort stehen die (fast) baugleichen Gebäude heute unter Denkmalschutz!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen.jpg" alt="Schienenausbauprojekt i2030 bis Nauen" class="wp-image-992" width="200" height="154" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen.jpg 800w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen-300x231.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen-768x592.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Schienenausbauprojekt-i2030-bis-Nauen-350x270.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schienenausbauprojekt i2030 bis Nauen</figcaption></figure></div>


<p>Heute (2021) kann man Nauen mit zwei Regionalbahnlinien aus Berlin, die von der Deutschen Bundesbahn betrieben werden sowie einer Regional-Expresslinie von Wismar über Berlin nach Cottbus, die von der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) betrieben wird, erreichen. Der Streckenabschnitt zwischen Berlin-Spandau und Nauen wurde am 1. Dezember 2020 zum überlasteten Schienenweg erklärt. Deshalb planen derzeit die Bundesländer Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit dem <strong><em>Schienenausbauprojekt i2030</em></strong> den 4-gleisigen Ausbau der Strecke Berlin-Spandau – Nauen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Ehemaliger-Bahnhof-Nauen-Berliner-Strasse-an-der-Strecke-nach-Ketzin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="520" height="360" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Ehemaliger-Bahnhof-Nauen-Berliner-Strasse-an-der-Strecke-nach-Ketzin.jpg" alt="Ehemaliger Bahnhof Nauen Berliner Strasse an der Strecke nach Ketzin" class="wp-image-986" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Ehemaliger-Bahnhof-Nauen-Berliner-Strasse-an-der-Strecke-nach-Ketzin.jpg 520w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Ehemaliger-Bahnhof-Nauen-Berliner-Strasse-an-der-Strecke-nach-Ketzin-300x208.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Ehemaliger-Bahnhof-Nauen-Berliner-Strasse-an-der-Strecke-nach-Ketzin-390x270.jpg 390w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ehemaliger Bahnhof Nauen Berliner Strasse an der Strecke nach Ketzin / Quelle: Sammlung H.M. Waßerroth</figcaption></figure></div>


<p>Die Lebendigkeit und den Charme eines Eisenbahnknotenpunktes von einst wird Nauen wohl nie wieder erreichen. Dampfloks, Rübenkampagne, die Kreisbahnen und die „Stille Pauline“ mit ihren schmalspurigen Gleisen sind längst Vergangenheit. Nur noch beim aufmerksamen Hinschauen entdeckt man in alle Himmelsrichtungen die zugewachsenen Gleistrassen, die uns an den einstmals bedeutsamen und betriebssamen Bahnknoten Nauen erinnern. Keine andere märkische Stadt hatte so ein weit verzweigtes Eisenbahnnetz aufzuweisen wie Nauen, selbst die Provinzhauptstadt Potsdam nicht! Darauf können die Nauener stolz sein!</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="620" height="820" data-id="990" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hier-kreuzte-die-Toepferbahn-nach-Velten-die-Strasse-Am-Schlangenhorst.jpg" alt="Hier kreuzte die Töpferbahn nach Velten die Straße Am Schlangenhorst" class="wp-image-990" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hier-kreuzte-die-Toepferbahn-nach-Velten-die-Strasse-Am-Schlangenhorst.jpg 620w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hier-kreuzte-die-Toepferbahn-nach-Velten-die-Strasse-Am-Schlangenhorst-227x300.jpg 227w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hier-kreuzte-die-Toepferbahn-nach-Velten-die-Strasse-Am-Schlangenhorst-204x270.jpg 204w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier kreuzte die Töpferbahn nach Velten die Straße Am Schlangenhorst</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="488" data-id="987" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/ehemaliger-Kleinbahnhof-1998-mitterweile-wurden-auch-das-Stellwerk-Nmt-und-der-Triebwagenschuppen-abgerissen.jpg" alt="Ehemaliger Kleinbahnhof 1998 - mitterweile wurden auch das Stellwerk Nmt und der Triebwagenschuppen abgerissen" class="wp-image-987" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/ehemaliger-Kleinbahnhof-1998-mitterweile-wurden-auch-das-Stellwerk-Nmt-und-der-Triebwagenschuppen-abgerissen.jpg 800w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/ehemaliger-Kleinbahnhof-1998-mitterweile-wurden-auch-das-Stellwerk-Nmt-und-der-Triebwagenschuppen-abgerissen-300x183.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/ehemaliger-Kleinbahnhof-1998-mitterweile-wurden-auch-das-Stellwerk-Nmt-und-der-Triebwagenschuppen-abgerissen-768x468.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/ehemaliger-Kleinbahnhof-1998-mitterweile-wurden-auch-das-Stellwerk-Nmt-und-der-Triebwagenschuppen-abgerissen-443x270.jpg 443w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehemaliger Kleinbahnhof 1998 &#8211; mitterweile wurden auch das Stellwerk Nmt und der Triebwagenschuppen abgerissen / Quelle: Foto Ebert</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="469" data-id="985" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bus-und-Bahn-als-Relief-am-ehemaligen-Verwaltungsgebaeude-der-OHKB-in-der-Berliner-Strasse-111.jpg" alt="Bus und Bahn als Relief am ehemaligen Verwaltungsgebäude der OHKB in der Berliner Strasse 111" class="wp-image-985" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bus-und-Bahn-als-Relief-am-ehemaligen-Verwaltungsgebaeude-der-OHKB-in-der-Berliner-Strasse-111.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bus-und-Bahn-als-Relief-am-ehemaligen-Verwaltungsgebaeude-der-OHKB-in-der-Berliner-Strasse-111-300x172.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bus-und-Bahn-als-Relief-am-ehemaligen-Verwaltungsgebaeude-der-OHKB-in-der-Berliner-Strasse-111-768x439.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Bus-und-Bahn-als-Relief-am-ehemaligen-Verwaltungsgebaeude-der-OHKB-in-der-Berliner-Strasse-111-472x270.jpg 472w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bus und Bahn als Relief am ehemaligen Verwaltungsgebäude der OHKB in der Berliner Strasse 111</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="620" data-id="991" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Nauen-am-Bahnsteig-A-noch-ohne-Gleis-3.jpg" alt="Nauen am Bahnsteig A noch ohne Gleis 3" class="wp-image-991" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Nauen-am-Bahnsteig-A-noch-ohne-Gleis-3.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Nauen-am-Bahnsteig-A-noch-ohne-Gleis-3-300x227.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Nauen-am-Bahnsteig-A-noch-ohne-Gleis-3-768x581.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Nauen-am-Bahnsteig-A-noch-ohne-Gleis-3-357x270.jpg 357w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nauen am Bahnsteig A noch ohne Gleis 3</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="420" data-id="989" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hauptstellwerk-Nau-an-der-Dammstrasse-kurz-vor-dem-Abriss-Mitte-der-1990er-Jahre.jpg" alt="Hauptstellwerk Nau an der Dammstraße kurz vor dem Abriss Mitte der 1990er Jahre" class="wp-image-989" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hauptstellwerk-Nau-an-der-Dammstrasse-kurz-vor-dem-Abriss-Mitte-der-1990er-Jahre.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hauptstellwerk-Nau-an-der-Dammstrasse-kurz-vor-dem-Abriss-Mitte-der-1990er-Jahre-300x154.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hauptstellwerk-Nau-an-der-Dammstrasse-kurz-vor-dem-Abriss-Mitte-der-1990er-Jahre-768x393.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/02/Hauptstellwerk-Nau-an-der-Dammstrasse-kurz-vor-dem-Abriss-Mitte-der-1990er-Jahre-527x270.jpg 527w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hauptstellwerk Nau an der Dammstraße kurz vor dem Abriss Mitte der 1990er Jahre</figcaption></figure>
</figure>



<p>Autor: Uwe Ulrich</p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-eisenbahn-in-und-um-nauen/">Hier zum 1. Teil &#8211; Die Eisenbahn in und um Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/">Hier zum 2. Teil &#8211; Der Ursprungs-Bahnhof</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/die-kleinbahnen/"><strong>Hier zum 3. Teil &#8211; Die Kleinbahnen</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/"><strong>Hier zum 4. Teil &#8211; Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-wildpark-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 5. Teil &#8211; Nauen &#8211; Wildpark &#8211; Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-oranienburg-noerdliche-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 6. Teil &#8211; Nauen &#8211; Oranienburg &#8211; nördliche Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/mit-der-stillen-pauline-von-nauen-nach-rathenow/">Hier zum 7. Teil &#8211; Mit der stillen Pauline von Nauen nach Rathenow</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/der-grosse-umbau-vom-bahnhof-nauen/"><strong>Hier zum 8. Teil &#8211; Der große Umbau vom Bahnhof Nauen</strong></a></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-katastrophe-in-nauen/">Hier zum 9. Teil &#8211; Die Katastrophe in Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-neubeginn-und-kleinbahntod-in-nauen/">Hier zum 10. Teil &#8211; Der Neubeginn und Kleinbahntod in Nauen</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/bahnhof-nauen-nach-der-politischen-wende/">Bahnhof Nauen nach der politischen Wende</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Neubeginn und Kleinbahntod in Nauen</title>
		<link>https://nauen.eu/der-neubeginn-und-kleinbahntod-in-nauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2021 16:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nauen.eu/?p=964</guid>

					<description><![CDATA[<p>10. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen Obwohl die Kriegsschäden am Bahnhof und den Bahnanlagen erheblich waren, konnte der Zugverkehr auf sämtlichen Strecken binnen kurzer Zeit nach Kriegsende wieder aufgenommen werden. Als erstes ging die Osthavelländische Eisenbahn AG (OHE) wieder an den Start. Bereits im Mai 1945 fuhren wieder Züge nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">10. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen</h3>



<p>Obwohl die Kriegsschäden am Bahnhof und den Bahnanlagen erheblich waren, konnte der Zugverkehr auf sämtlichen Strecken binnen kurzer Zeit nach Kriegsende wieder aufgenommen werden. Als erstes ging die <strong><em>Osthavelländische Eisenbahn AG (OHE) </em></strong>wieder an den Start. Bereits im Mai 1945 fuhren wieder Züge nach Ketzin und Velten. Da der Kleinbahnhof aber noch zerstört war, endete der Zug aus Ketzin vorerst in der Station Nauen Berliner Straße und der Zug aus Velten in der Station Nauen Stadtforst. Es waren jedoch nur Güterzüge mit hauptsächlich landwirtschaftlichen Erzeugnissen, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten. Erst ab August 1945 fuhren auch wieder Personenzüge nach Ketzin &#8211; immer am Montag, Mittwoch und Freitag.</p>



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<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960.jpg" alt="Abgestellte Wagen der RSN westlich Dammstraße 1960" class="wp-image-970" width="205" height="121" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960-300x177.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960-768x452.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Abgestellte-Wagen-der-RSN-westlich-Dammstrasse-1960-458x270.jpg 458w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Abgestellte Wagen der RSN westlich Dammstraße 1960 &#8211; Quelle Pochadt</figcaption></figure></div>


<p>Reisende, die nach Kremmen oder Oranienburg wollten, mussten in den ersten Wochen nach Kriegsende auf der westlichen Seite der Dammstraße auf ihren Zug warten, da die Anlagen am Hauptbahnhof und die Bahnbrücken noch zerstört waren.</p>



<p>Im August 1945 wurde auch der dampfbetriebene Vorortverkehr von Spandau-West nach Nauen wieder aufgenommen. Allerdings nur eingleisig, denn das zweite Gleis der Hamburger Bahn zwischen Berlin-Jungfernheide und Schwanheide (Grenze der sowjetischen Besatzungszone) wurde zu Reparationszwecken abgebaut. Das gleiche Schicksal ereilte dem zweiten Gleis der sogenannten Umgehungsbahn zwischen Nauen und Wustermark.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa.jpg" alt="Bahnhofsvorplatz1950er Jahre - links Fahrkartenausgabe - rechts Eingang Mitropa" class="wp-image-973" width="205" height="209" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa-294x300.jpg 294w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa-768x784.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz1950er-Jahre-links-Fahrkartenausgabe-rechts-Eingang-Mitropa-265x270.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhofsvorplatz1950er Jahre &#8211; links Fahrkartenausgabe &#8211; rechts Eingang Mitropa</figcaption></figure></div>


<p>Der verheerende Bombenangriff auf den Bahnhof Nauen im April 1945 verursachte auch bei der <strong><em>Kreisbahn Rathenow-Senzke-Nauen (RSN)</em></strong> beträchtliche Schäden an Gleisen und Waggons. Deshalb wurden noch vor dem Anrücken der Roten Armee sämtliche Personenwagen, die meisten Güterwagen und drei Loks in Rathenow zusammengezogen. Größere Mengen an Reserveschienen vergrub man in Senzke. Das alles wurde aber nach dem Krieg der RSN zum Verhängnis. Im Juli 1945 fuhr die Bahn zwar wieder ab Rathenow, kam aber nur bis Kotzen, denn die Brücke über den Havelländischen Hauptkanal war in den letzten Kriegstagen noch gesprengt worden. Ab August 1945 wurden jedoch die Schienen auf diesem Streckenabschnitt, drei Loks und 44 Personenwagen als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Die weitere Demontage konnte zwar gestoppt werden aber ein Wiederaufbau dieses Teils kam nie wieder zustande. Stattdessen konzentrierten sich die Landräte des Ost- und Westhavellandes auf den Abschnitt Nauen-Kriele. Eine Brücke zwischen Pessin und Senzke konnte relativ schnell wieder repariert werden und ab dem 09. Februar 1946 fuhr die <strong><em>Stille Pauline</em></strong> wieder auf diesem Streckenabschnitt der RSN.</p>



<p>Am 01.04.1949 wurden alle nichtreichsbahneigenen, aber dem öffentlichen Verkehr dienenden Eisenbahnen in der sowjetischen Besatzungszone von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Damit verloren OHE und RSN ihre Eigenständigkeit und waren administrativ aufgelöst.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950.jpg" alt="Bahnhofsvorplatz mit Eingang zur Baracke der Mitropa 1950" class="wp-image-972" width="205" height="126" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950-300x184.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950-768x472.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhofsvorplatz-mit-Eingang-zur-Baracke-der-Mitropa-1950-439x270.jpg 439w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhofsvorplatz mit Eingang zur Baracke der Mitropa 1950</figcaption></figure></div>


<p>Im Laufe der Zeit konnten die Züge wieder an den Bahnsteigen A und B (Hauptbahnhof) und C (Kreisbahnhof) halten, wenn auch keine Empfangsgebäude mehr vorhanden waren. Trotz Provisorien wurde Nauen wieder Eisenbahnknotenpunkt im Landkreis Osthavelland (ab 1952 <strong><em>Kreis Nauen</em></strong>). Beide Bahnhöfe erhielten provisorische Holzbaracken als Funktionsgebäude. Der ursprüngliche Postschuppen, der den Bombenangriff halbwegs überstanden hatte, übernahm nun die Funktion einer Fahrkartenausgabe, einer Expressgutannahme und einer Fahrradaufbewahrung. In einer einfachen Holzbaracke am Eingang zum unteren Kreisbahnhof waren ein Ausbildungsraum für Lehrlinge der Deutschen Reichsbahn und ein Wachraum der Transportpolizei untergebracht. In Ermangelung eines Bahnhofsrestaurants errichtete die Mitropa in den 1950er Jahren eine große Baracke auf dem Bahnhofsvorplatz. Diese war besonders in den Wintermonaten nicht nur für wartende Reisende ein beliebter Aufenthaltsort. Als das Areal vor dem Bahnhof in den 1970er Jahren zum Busbahnhof umgestaltet wurde, musste sie leider weichen, was sehr bedauert wurde.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966.jpg" alt="Letzte Fahrt von Nauen nach Ketzin 22-05-1966" class="wp-image-974" width="205" height="145" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966-300x211.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966-768x541.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Letzte-Fahrt-von-Nauen-nach-Ketzin-22-05-1966-383x270.jpg 383w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Letzte Fahrt von Nauen nach Ketzin 22-05-1966 &#8211; Quelle Sammlung H.M. Waßerroth</figcaption></figure></div>


<p>Die Nauener erreichten wieder alle Vorkriegsziele mit der Bahn. Nur wer nach Rathenow wollte, musste nun mit der Ketziner Bahn bis nach Röthehof fahren und dort umsteigen. Aber auf dem verbliebenen Teilstück der RSN erfreute sich die Stille Pauline größter Beliebtheit, sodass der Zugverkehr verdichtet werden musste. Bereits ab 1952 verkehrten täglich zwei Zugpaare auf der Strecke Nauen-Kriele, die ab 1953 sogar mit einem dritten Paar auf dem Abschnitt Nauen-Senzke-Nauen verstärkt wurde.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980.jpg" alt="Schienenbus - Ferkeltaxe am Bahnsteig B 1980" class="wp-image-975" width="205" height="132" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980-300x194.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980-768x495.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Schienenbus-Ferkeltaxe-am-Bahnsteig-B-1980-419x270.jpg 419w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schienenbus &#8211; Ferkeltaxe am Bahnsteig B 1980</figcaption></figure></div>


<p>Ganz besonders müssen sich die Nauener gefreut haben, als am 14. August 1951 der elektrische S-Bahnbetrieb von Spandau-West nach Falkensee aufgenommen wurde. Nun konnte man noch schneller nach Berlin, insbesondere ins Kino nach Westberlin, fahren. Diese Freude währte aber nur 10 Jahre! Ab dem 13. August 1961 war Westberlin gar nicht mehr und Ostberlin nur nach 2-stündiger Fahrtzeit über den Berliner Außenring zu erreichen. Nachdem diese Umfahrung Ende der 1950er Jahre fertiggestellt wurde, verlagerte sich auch der gesamte Güterverkehr von den Radialstrecken auf den Ring um Berlin. Die Umgehungsbahnen Jüterbog-Wildpark-Nauen und Nauen-Kremmen-Oranienburg verloren an Bedeutung und wurden nur noch im Bedarfsfall genutzt, von kleinen Fahrten mit dem Schienenbus, im Volksmund auch Ferkeltaxe genannt, mal abgesehen. Am 30. April 1996 wurde auch die Verbindung Wustermark–Bredow–Nauen stillgelegt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980.jpg" alt="Bahnhof Nauen um 1980" class="wp-image-971" width="205" height="101" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980-300x147.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980-768x377.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Bahnhof-Nauen-um-1980-551x270.jpg 551w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhof Nauen um 1980 &#8211; Quelle: Archiv Wiech</figcaption></figure></div>


<p>Außerdem wurden in den 1960er Jahren unrentable Eisenbahnstrecken verstärkt unter die Lupe genommen, sodass eine Kleinbahnstrecke nach der anderen stillgelegt werden mußte. Die Personenbeförderung übernahmen dann Omnibusse auf sogenannten „Schienenersatzverkehrslinien“, im Berufsverkehr auch mit Busanhängern. Ende der 1960er Jahre las man in den Fahrplänen der Deutschen Reichsbahn immer öfter: „Reiseverkehr eingestellt, Beförderung durch den Kraftverkehr“!</p>



<p><strong>Trauriges Ende:</strong></p>



<p><strong>Nauen – Senzke – Kriele : Personenverkehr 24. Januar 1961 / Güterverkehr 01. April 1961</strong></p>



<p><strong>Nauen – Bötzow &#8211; Velten: Personenverkehr 08. Dezember 1963 / Güterverkehr 31. Mai 1964</strong></p>



<p><strong>Nauen – Röthehof &#8211; Ketzin: Personenverkehr gesamte Strecke und Güterverkehr ab Nauen Berliner Straße bis Röthehof &nbsp;22. Mai 1966 / Anschlussgleise in Nauen und Infrastruktur Neugarten – Ketzin noch vorhanden (2021)</strong></p>



<p><strong>Nauen – Kremmen – Oranienburg: Personenverkehr 23./27.05.1969 / Güterverkehr 1993 bis 1996</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wasserturm-am-Kleinbahnhof-Nauen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wasserturm-am-Kleinbahnhof-Nauen.jpg" alt="Wasserturm am Kleinbahnhof Nauen" class="wp-image-969" width="137" height="93" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wasserturm-am-Kleinbahnhof-Nauen.jpg 547w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wasserturm-am-Kleinbahnhof-Nauen-300x204.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wasserturm-am-Kleinbahnhof-Nauen-397x270.jpg 397w" sizes="auto, (max-width: 137px) 100vw, 137px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Wasserturm am Kleinbahnhof Nauen</figcaption></figure></div>


<p>Damit wurde der Eisenbahnknotenpunkt Nauen Stück für Stück demontiert bis er nur noch einfacher Durchgangsbahnhof an der Strecke Albrechtshof/Falkensee – Nauen bzw. Nauen – Wittenberge wurde. Immerhin bekam der Streckenabschnitt Brieselang – Nauen – Friesack im Jahre 1979/1980 endlich wieder ein zweites Gleis zurück und 1983 wurde die Strecke Albrechtshof – Nauen elektrifiziert. Mit der Inbetriebnahme elektrischer Weichenheizungen im Jahre 1987 entfiel auch die Notwendigkeit des Betriebes einer Heizlok und da inzwischen immer mehr Diesel- und Elektrolokomotiven im Einsatz waren, war eine Lokwasserversorgung nicht mehr notwendig. Deshalb wurde der Wasserturm, der seit August 1910 das Bahnhofsbild bestimmte, nach 77 treuen Dienstjahren am 28. Oktober 1987 gesprengt.</p>



<p>Autor: Uwe Ulrich</p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/bahnhof-nauen-nach-der-politischen-wende/">Hier zum 11. Teil &#8211; Bahnhof Nauen nach der Wende</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-eisenbahn-in-und-um-nauen/">Hier zum 1. Teil &#8211; Die Eisenbahn in und um Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/">Hier zum 2. Teil &#8211; Der Ursprungs-Bahnhof</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/die-kleinbahnen/"><strong>Hier zum 3. Teil &#8211; Die Kleinbahnen</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/"><strong>Hier zum 4. Teil &#8211; Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-wildpark-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 5. Teil &#8211; Nauen &#8211; Wildpark &#8211; Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-oranienburg-noerdliche-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 6. Teil &#8211; Nauen &#8211; Oranienburg &#8211; nördliche Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/mit-der-stillen-pauline-von-nauen-nach-rathenow/">Hier zum 7. Teil &#8211; Mit der stillen Pauline von Nauen nach Rathenow</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/der-grosse-umbau-vom-bahnhof-nauen/"><strong>Hier zum 8. Teil &#8211; Der große Umbau vom Bahnhof Nauen</strong></a></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-katastrophe-in-nauen/">Hier zum 9. Teil &#8211; Die Katastrophe in Nauen</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/der-neubeginn-und-kleinbahntod-in-nauen/">Der Neubeginn und Kleinbahntod in Nauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Katastrophe in Nauen</title>
		<link>https://nauen.eu/die-katastrophe-in-nauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2021 17:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nauen.eu/?p=949</guid>

					<description><![CDATA[<p>9. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen Deutschland im April 1945. Die Schlacht um Berlin war in vollem Gange und der 2. Weltkrieg näherte sich seinem Ende. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fernbahnhöfe im Berliner Stadtgebiet weitestgehend zerstört und kein Zug konnte die Reichshauptstadt mehr verlassen. Deshalb gewann der immer noch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/die-katastrophe-in-nauen/">Die Katastrophe in Nauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">9. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen</h3>



<p>Deutschland im April 1945. Die Schlacht um Berlin war in vollem Gange und der 2. Weltkrieg näherte sich seinem Ende. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fernbahnhöfe im Berliner Stadtgebiet weitestgehend zerstört und kein Zug konnte die Reichshauptstadt mehr verlassen. Deshalb gewann der immer noch voll funktionsfähige Bahnhof Nauen als Eisenbahnknotenpunkt westlich Berlins strategisch stark an Bedeutung, was gleichzeitig sein Verhängnis wurde. Bei der letzten großen Angriffsserie von militärischer Bedeutung stand bei der 8. US Air Force neben den Verschiebebahnhöfen Wustermark und Seddin auch der Bahnhof Nauen auf der Abwurfliste.</p>



<span id="more-949"></span>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung.png" alt="Wehrmachtsoldaten auf dem Bahnhof Nauen vor der Zerstörung" class="wp-image-955" width="205" height="140" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung.png 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung-300x205.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung-768x524.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Wehrmachtsoldaten-auf-dem-Bahnhof-Nauen-vor-der-Zerstoerung-395x270.png 395w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Wehrmachtsoldaten auf dem Bahnhof Nauen vor der Zerstörung</figcaption></figure></div>


<p>Die Nauener waren bis dahin noch glimpflich davongekommen, denn die Luftangriffe richteten sich hauptsächlich auf das nahe Berlin. Als am 20.04.1945 kurz vor 10.00 Uhr vormittags wieder die Sirenen heulten, gingen die Einwohner mit diesen Gedanken erneut in die Keller. Ein Trugschluss!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof.png" alt="Junge Männer des RAD vor dem Empfangsgebäude - im Hintergrund die Gartenanlage vor dem Bahnhof" class="wp-image-960" width="205" height="137" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof.png 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof-300x200.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof-768x511.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Junge-Maenner-des-RAD-vor-dem-Empfangsgebaeude-im-Hintergrund-die-Gartenanlage-vor-dem-Bahnhof-405x270.png 405w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Junge Männer des RAD vor dem Empfangsgebäude &#8211; im Hintergrund die Gartenanlage vor dem Bahnhof</figcaption></figure></div>


<p>Zum Zeitpunkt des Angriffs warteten Zivilisten und Wehrmachtsangehörige auf den Bahnsteigen auf ihren Zug, andere Reisende hielten sich in den Wartesälen oder der Bahnhofsgaststätte auf. Sowohl auf den oberen Ferngleisen als auch auf den unteren Gleisen des Ketziner Bahnhofs standen Güterzüge, beladen mit Kriegsmaterial wie z. Bsp. technische Ausrüstungen und ein Fernmeldezug der Wehrmacht. Munitionszüge waren jedoch nicht auf den Gleisen. Auf dem Güterbahnhof befand sich ein kleines Lager für Kriegsgefangene, die beim Be- und Entladen der Waggons helfen mussten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerte-Anlagen-am-Gaswerk-1945.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerte-Anlagen-am-Gaswerk-1945.png" alt="Zerstörte Anlagen am Gaswerk Nauen 1945" class="wp-image-956" width="155" height="99" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerte-Anlagen-am-Gaswerk-1945.png 620w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerte-Anlagen-am-Gaswerk-1945-300x191.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerte-Anlagen-am-Gaswerk-1945-424x270.png 424w" sizes="auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zerstörte Anlagen am Gaswerk Nauen 1945</figcaption></figure></div>


<p>Beim Auslösen des Fliegeralarms suchten die Menschen Schutz in abgedeckten Splittergräben, die sich in dem südlich vom Bahnhofsgebäude liegenden kleinen Park und einer Gartenanlage (später Busbahnhof/ heute Parkplatz) befanden. Bedienstete der Reichsbahn und Arbeiter des Gaswerks flüchteten in Richtung Graf-Arco-Straße.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png" alt="Zerstörtes Empfangsgebäude am Bahnhof Nauen 1945" class="wp-image-958" width="205" height="138" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-300x202.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-768x517.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-401x270.png 401w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zerstörtes Empfangsgebäude am Bahnhof Nauen 1945</figcaption></figure></div>


<p>Der ca. einstündige Angriff erfolgte in zwei aufeinanderfolgenden Wellen und verwüstete das Gebiet zwischen Waldemarstraße und Schlangenhorstweg. Auch das Schützenhaus an der Ecke Ludwig-Jahn-Straße und Häuser im Birkenweg in der Stadtrandsiedlung erhielten Treffer. Das Staatsbahnhofsgebäude und ein Stellwerk wurden sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und die Gleisanlagen auf der Berlin-Hamburger Strecke waren so stark beschädigt, daß der Zugverkehr nun auch ab Nauen eingestellt werden musste. Der Ketziner Bahnhof wurde total von Bomben umgepflügt. Hier sah man nur noch Trümmerhaufen aus Schienen und Waggons, die in die Höhe ragten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945.png" alt="Zerstörter Ketziner Bahnhof in Nauen 1945" class="wp-image-957" width="205" height="138" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945.png 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945-300x202.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945-768x518.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoerter-Ketziner-Bahnhof-1945-400x270.png 400w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zerstörter Ketziner Bahnhof in Nauen 1945</figcaption></figure></div>


<p>Auch die umliegenden Betriebe wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Neben dem Gaswerk wurden auch die <strong><em>Märkischen Elektrizitätswerke (MEW)</em></strong> von Bomben getroffen. Hier kamen Arbeiter, die im Keller Schutz gesucht hatten, im auslaufenden Trafoöl ums Leben. Die <strong><em>Seifenfabrik Hahn</em></strong> dagegen kam mit dem Schrecken davon, denn die 5-Zentner-Bomber, die hier lag, explodierte nicht und konnte als Blindgänger nach dem Angriff entschärft werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png" alt="Zerstörtes Empfangsgebäude am Bahnhof Nauen 1945" class="wp-image-958" width="205" height="138" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945.png 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-300x202.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-768x517.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Zerstoertes-Empfangsgebaeude-1945-401x270.png 401w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zerstörtes Empfangsgebäude am Bahnhof Nauen 1945</figcaption></figure></div>


<p>Die Reisenden, die in den Splittergräben vor dem Bahnhofsgebäude Schutz gesucht hatten, wurden von den Bomben bis zur Unkenntlichkeit zerrissen. Sie hatten keine Chance. Aber auch die Keller der umliegenden Wohnhäuser waren nicht ausreichend gesichert, daß sie einem derartigen Bombardement standhalten konnten. Die damals verwendeten Bomben hatten eine enorme Sprengkraft. Die Druckwelle deckte noch 100 Meter vom Explosionsherd entfernt Dächer in der Stadtrandsiedlung ab. Auch in den Kellern der Altstadt waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Bis heute werden entlang des Bahndamms immer wieder Blindgänger von damals gefunden. Die letzte kontrollierte Sprengung einer 250-kg-Weltkriegsbombe war erst im Juni 2018.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Kriegsgraeberstaette-Nauen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Kriegsgraeberstaette-Nauen.jpg" alt="Kriegsgräberstätte Nauen" class="wp-image-954" width="113" height="150" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Kriegsgraeberstaette-Nauen.jpg 225w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2021/01/Kriegsgraeberstaette-Nauen-203x270.jpg 203w" sizes="auto, (max-width: 113px) 100vw, 113px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kriegsgräberstätte Nauen</figcaption></figure></div>


<p>Die exakte Anzahl der Bombenopfer lässt sich bis heute schwer feststellen, waren doch zum Zeitpunkt des Angriffs auch viele Flüchtlinge im Bahnhof, deren Namen unbekannt blieben. Anfangs ging man von 60 bis 70 Toten aus. Erst im Jahre 1994/1995 wurden 79 Tote als bekannt und nachweisbar erfasst. Sie waren das traurige Resultat dieses Luftangriffs, der Nauen noch kurz vor Kriegsende heimsuchte. Zu ihrem Gedenken wurden auf dem Städtischen Friedhof Gedenksteine aufgestellt. Auch an die Opfer des sogenannten <strong><em>Verlorenen Zuges</em></strong>, der auf seiner Irrfahrt vom KZ Bergen-Belsen ins KZ Theresienstadt noch am 17.04.1945 den Bahnhof Nauen passierte, soll an dieser Stelle erinnert werden.</p>



<p>Autor: Uwe Ulrich</p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-neubeginn-und-kleinbahntod-in-nauen/">Hier zum 10. Teil &#8211; Der Neubeginn und Kleinbahntod in Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-eisenbahn-in-und-um-nauen/">Hier zum 1. Teil &#8211; Die Eisenbahn in und um Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/">Hier zum 2. Teil &#8211; Der Ursprungs-Bahnhof</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/die-kleinbahnen/"><strong>Hier zum 3. Teil &#8211; Die Kleinbahnen</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/"><strong>Hier zum 4. Teil &#8211; Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-wildpark-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 5. Teil &#8211; Nauen &#8211; Wildpark &#8211; Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><a href="https://nauen.eu/nauen-oranienburg-noerdliche-umgehungsbahn/"><strong>Hier zum 6. Teil &#8211; Nauen &#8211; Oranienburg &#8211; nördliche Umgehungsbahn</strong></a></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/mit-der-stillen-pauline-von-nauen-nach-rathenow/">Hier zum 7. Teil &#8211; Mit der stillen Pauline von Nauen nach Rathenow</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/der-grosse-umbau-vom-bahnhof-nauen/"><strong>Hier zum 8. Teil &#8211; Der große Umbau vom Bahnhof Nauen</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/die-katastrophe-in-nauen/">Die Katastrophe in Nauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
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		<title>Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</title>
		<link>https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2020 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen Auf Rechnung des Kreises Osthavelland, der Provinz Brandenburg und des Preußischen Staates erbaute und betrieb die OHKB eine weitere Kleinbahnstrecke, die sie 1924 aufkaufte. Es handelte sich um die von Nauen in östlicher Richtung führende 25,6&#160;Kilometer lange Strecke in die Töpferstadt Velten, weshalb sie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/">Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">4. Teil aus der Reihe „Die Eisenbahn in und um Nauen</h3>



<p>Auf Rechnung des Kreises Osthavelland, der Provinz Brandenburg und des Preußischen Staates erbaute und betrieb die OHKB eine weitere Kleinbahnstrecke, die sie 1924 aufkaufte. Es handelte sich um die von Nauen in östlicher Richtung führende 25,6&nbsp;Kilometer lange Strecke in die Töpferstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velten">Velten</a>, weshalb sie auch im Volksmund Töpferbahn genannt wurde. Ab dem am 1.&nbsp;Oktober 1904 nahm sie ihren Betrieb auf und fuhr über die Stationen Nauen Ludwig-Jahn-Straße, Nauen Stadtforst, Paaren im Glien, Perwenitz, Pausin, Wansdorf, Bötzow (hier bestand ab 1909 Anschluss nach Spandau mit der <strong><em>Bötzowbahn</em></strong>) und Marwitz bis nach Velten (Mark), wo sie die von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Staatseisenbahnen">Preußischen Staatsbahn</a> betriebene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kremmener_Bahn">Strecke Berlin–Kremmen</a> (<strong><em>Kremmener Bahn</em></strong>) erreichte. </p>



<span id="more-883"></span>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935.jpg" alt="Fahrplan Osthavelländische Kreisbahnen 1935" class="wp-image-888" width="205" height="150" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935-300x220.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935-768x562.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Fahrplan-Osthavellaendische-Kreisbahnen-1935-369x270.jpg 369w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Streckenplan Osthavelländische Kreisbahnen 1935</figcaption></figure></div>


<p>Der Bahnhof der Veltener Bahn befand sich in Nauen anfangs noch nördlich des Staatsbahnhofes, dort, wo sich heute der Güterschuppen befindet. Er mußte 1913/1915 dem neuen Güterbahnhof weichen und wurde südlich des neu aufgeschütteten Bahndamms mit dem Ketziner Bahnhof vereint. Nun hatten beiden Strecken der OHKB einen gemeinsamen Bahnsteig. Ab jetzt unterquerte die Veltener Bahn die Berlin-Hamburger Bahn östlich des Bahnhofs. Dieser Durchbruch ist noch heute vorhanden und wird für Rangierarbeiten genutzt.</p>



<p>Die Strecke führte durch die Nauener Stadtheide und den Forst Jäglitz, der zum Waldgebiet Krämer gehörend, sogar eine eigene Ladestelle hatte. Dann passierte die Bahn die alte Poststraße Berlin – Hamburg und tangierte danach das Ländchen Glien, das als Lehmhügelkuppe zwischen Velten (Mark) und Paaren im Glien zur Bahnstrecke hin abfällt und der Bahn den Beinamen „Glienrandbahn“ verlieh. Insgesamt war die Trassierung dieser Strecke aber nicht schwierig, da keine großen Höhenunterschiede zu überwinden waren. Das einzige größere Brückenbauwerk war die Querung des Havelländischen Großen Hauptkanals bei Nauen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953.jpg" alt="Station Paaren 1953" class="wp-image-886" width="205" height="136" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953-300x198.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953-768x508.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Station-Paaren-1953-408x270.jpg 408w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Station Paaren 1953</figcaption></figure></div>


<p>In den 1920er und 1930er Jahren war der Reiseverkehr hauptsächlich geprägt von Schichtarbeitern, die in die Industriezentren Spandau, Hennigsdorf und Velten fuhren, ab 1935 auch von Wehrmachtsangehörigen und Zivilpersonal, die auf dem Fliegerhorst Schönwalde stationiert waren, der einen eigenen Abzweig von der Bötzowbahn erhielt.</p>



<p>Die Nauener nutzten diese Bahn gern für Ausflüge in die umliegenden Wälder. Bei schönem Wetter konnten sie in den Stadtforst fahren und dort in den Ausflugslokalen „Waldschänke“ oder „Weinberg“ einkehren. Auch das Nauener Forsthaus (erbaut 1904) war ein lohnendes Ziel.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst.jpg" alt="Bahnstation Nauen Stadtforst" class="wp-image-887" width="205" height="138" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst.jpg 820w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst-300x202.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst-768x517.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnstation-Nauen-Stadtforst-401x270.jpg 401w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnstation Nauen Stadtforst</figcaption></figure></div>


<p>Kleine Anekdote am Rande: Die Haltestelle Nauen Stadtforst war 1929 Schauplatz einer Filmszene für den UFA-Film <strong><em>„Orientexpress“,</em></strong> in der <strong><em>Heinrich George</em></strong> und <strong><em>Lil Dagover</em></strong> die Hauptrollen spielten. Es war vermutlich das einzige Mal, dass die Töpferbahn von einem D-Zug befahren wurde. Der in den 1960er Jahren begonnene Trend, Kleinbahnstrecken stillzulegen, machte auch vor der Veltener Bahn nicht Halt. Außerdem hatte der bereits fertiggestellte Berliner Außenring die Aufgaben der Töpferbahn übernommen. Am 08.12.1963 wurde schließlich der Personenverkehr eingestellt und ein halbes Jahr später auch der Güterverkehr. Ende 1964 begann der Abbau der Gleise, die kleinen schlichten Stationsgebäude, die nur als Wetterschutz dienten, konnte man in den Dörfern aber noch jahrelang wie Relikte aus einer anderen Zeit sehen.</p>



<p>Autor: Uwe Ulrich</p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/nauen-wildpark-umgehungsbahn/">Hier zum 5. Teil &#8211; Nauen – Wildpark – Umgehungsbahn</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-eisenbahn-in-und-um-nauen/">Hier zum 1. Teil &#8211; Die Eisenbahn in und um Nauen</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/">Hier zum 2. Teil &#8211; Der Ursprungs-Bahnhof</a></strong></p>



<p><a href="https://nauen.eu/die-kleinbahnen/"><strong>Hier zum 3. Teil &#8211; Die Kleinbahnen</strong></a></p>



<p><em>Fortsetzung folgt am  </em>27.12.2020</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/von-nauen-nach-velten-mit-der-toepferbahn/">Von Nauen nach Velten mit der Töpferbahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
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		<title>Der Ursprungs-Bahnhof in Nauen</title>
		<link>https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2020 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Einrichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2 aus der Reihe &#8222;Die Eisenbahn in und um Nauen Projektierung und Bauausführung der gesamten Strecke Berlin – Hamburg lagen im Wesentlichen in den Händen des Baumeisters Friedrich Neuhaus. Er realisierte nicht nur die Trassenführung, sondern schuf auch 24 Bahnhöfe und weitere Bahnbauten in einem überzeugend einheitlichen spätklassizistischen Stil. Diese Gebäude hatten eine landschaftlich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nauen.eu/der-ursprungs-bahnhof-in-nauen/">Der Ursprungs-Bahnhof in Nauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nauen.eu">Funkstadt Nauen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Teil 2 aus der Reihe &#8222;Die Eisenbahn in und um Nauen</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900.png" alt="Bahnhof Nauen um 1900" class="wp-image-857" width="400" height="261" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900.png 800w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900-300x195.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900-768x500.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-um-1900-415x270.png 415w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhof Nauen um 1900</figcaption></figure></div>


<p>Projektierung und Bauausführung der gesamten Strecke Berlin – Hamburg lagen im Wesentlichen in den Händen des Baumeisters <strong><em>Friedrich Neuhaus</em></strong>. Er realisierte nicht nur die Trassenführung, sondern schuf auch 24 Bahnhöfe und weitere Bahnbauten in einem überzeugend einheitlichen spätklassizistischen Stil. Diese Gebäude hatten eine landschaftlich prägende Wirkung. Aus ihrer Umgebung stachen die Bauten dadurch hervor, dass sie in hellem Putz ausgeführt wurden und nicht in der regional üblichen Backsteinarchitektur, wie sie sich oft an den Nebengebäuden der Bahn wiederfand. Einige davon kann man noch nach fast 175 Jahren am Zugfenster vorbeihuschen sehen, teils restauriert und teils dem Verfall Preis gegeben. Nur Nauen verlor sein Empfangsgebäude in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs und wartet bis heute auf einen ebenbürtigen Ersatz.</p>



<span id="more-853"></span>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907.png" alt="Bahnhof Nauen 1907" class="wp-image-856" width="400" height="251" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907.png 800w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907-300x188.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907-768x481.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Bahnhof-Nauen-1907-431x270.png 431w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhof Nauen 1907</figcaption></figure></div>


<p>Der Bahnhof erhielt ursprünglich ein zweigeschossiges Empfangsgebäude von 5 x 4 Achsen unter einem einfachen Satteldach. Die ersten Gleis- und Bahnhofsanlagen waren einfach gestaltet: zu ebener Erde lagen nördlich des Empfangsgebäudes die Bahnsteige (ab 1866 zweigleisig) und wenige Nebengleise sowie die Güterladestraße. Bereits bei Eröffnung wurden Anlagen zur „Restauration“ von Lokomotiven mit ausgeführt: ein Wasserkran samt dazugehörigem Wasserbehälter (achteckiger Turmbau östlich des Bahnhofsbereichs). Für den Betrieb waren zwei Stellwerke zunächst als einfache Wärterbuden, später dann als zweigeschossige Gebäude errichtet worden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902.png" alt="Dammstrasse mit Schranken am Bahnhof Nauen 1902" class="wp-image-858" width="245" height="158" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902.png 980w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902-300x193.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902-768x494.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/12/Dammstrasse-mit-Schranken-am-Bahnhof-Nauen-1902-420x270.png 420w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dammstrasse mit Schranken am Bahnhof Nauen 1902</figcaption></figure></div>


<p>In den Folgejahren wurden ein großer Güterschuppen (Fachwerkbau) entlang der Dammstraße, d.h. senkrecht zur Bahntrasse sowie ein mehrständiger Lokschuppen südlich des Empfangsgebäudes errichtet. Beide Gebäude konnten nur über eine Drehscheibe unmittelbar neben dem beschrankten Bahnübergang an der Dammstraße erreicht werden, was sich zunehmend als betriebstechnisch hinderlich erwies. Am Empfangsgebäude selbst wurden bis 1900 immer wieder Erweiterungen vorgenommen, die aber alle in ihrer Ausführung den spätklassizistischen Stil beibehielten und so das einheitliche Gesamtbild des Gebäudes wahrten. Die eingeschossigen Anbauten rechts und links waren für Diensträume und die Gastwirtschaft vorgesehen. Insgesamt hatte Nauen ein ansprechendes Empfangsgebäude erhalten, das über viele Jahrzehnte hinweg der Stadt eine attraktive Eintrittspforte und Visitenkarte war.</p>



<p>Autor: Uwe Ulrich</p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-kleinbahnen/">Hier zum 3. Teil &#8211; Die Kleinbahn</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://nauen.eu/die-eisenbahn-in-und-um-nauen/">Hier zum 1. Teil &#8211; Die Eisenbahn in und um Nauen</a></strong></p>
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		<title>Bahnhofs-Hotel Nauen</title>
		<link>https://nauen.eu/bahnhofs-hotel-nauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 13:42:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[kurz & knapp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Foto ist nicht nur eine Gaststätte zu sehen, sondern eine Institution &#8211; das Bahnhofs-Hotel in Nauen! Jahrzehntelang wurden hier Biere gezapft für Einheimische und Durchreisende! Das Haus war schon um 1900 ein Gasthaus, damals noch unter dem Namen &#8222;Zum Forsthaus&#8220; Inh. R. Nazarowski. Später wurde es zum Bahnhofs-Hotel umgebaut und existierte noch bis [&#8230;]</p>
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<p>Auf dem Foto ist nicht nur eine Gaststätte zu sehen, sondern eine Institution &#8211; das Bahnhofs-Hotel in Nauen! Jahrzehntelang wurden hier Biere gezapft für Einheimische und Durchreisende!</p>



<span id="more-791"></span>



<p>Das Haus war schon um 1900 ein Gasthaus, damals noch unter dem Namen &#8222;Zum Forsthaus&#8220; Inh. R. Nazarowski. Später wurde es zum Bahnhofs-Hotel umgebaut und existierte noch bis Mitte der 1980er Jahre als sogenannte Resiebar.Unmittelbar links daneben fuhr bis 1961 die Kleinbahn nach Rathenow (nach 1945 nur noch bis Kriele). Später wurde genau dort der legendäre Kiosk hingestellt, der immer noch da steht und mittlerweile als Retrokiosk wiederbelebt werden könnte! Auf der Fläche des Bahnhofs-Hotels befindet sich heute der Parkplatz vom Pennymarkt.Unten sieht man das Gasthaus &#8222;Zum Forsthaus&#8220; um 1907, die Lok der Kleinbahn, wie sie über die Dammstraße fährt (im Hintergrund links angeschnitten das Bahnhofs-Hotel) und der Kiosk neben dem Haus Dammstraße 25a, in dem nach 1945 die Verwaltung der Kleinbahn ihren Sitz hatte.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="955" height="589" data-id="792" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/83719399_3102694196484021_8367016720542799531_n.png" alt="" class="wp-image-792" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/83719399_3102694196484021_8367016720542799531_n.png 955w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/83719399_3102694196484021_8367016720542799531_n-300x185.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/83719399_3102694196484021_8367016720542799531_n-768x474.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/83719399_3102694196484021_8367016720542799531_n-438x270.png 438w" sizes="auto, (max-width: 955px) 100vw, 955px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="535" data-id="793" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107541223_3113708382049269_4492786620210766500_n.png" alt="" class="wp-image-793" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107541223_3113708382049269_4492786620210766500_n.png 770w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107541223_3113708382049269_4492786620210766500_n-300x208.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107541223_3113708382049269_4492786620210766500_n-768x534.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107541223_3113708382049269_4492786620210766500_n-389x270.png 389w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="980" height="635" data-id="794" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107600175_3113685792051528_3574129470586388701_o.png" alt="" class="wp-image-794" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107600175_3113685792051528_3574129470586388701_o.png 980w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107600175_3113685792051528_3574129470586388701_o-300x194.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107600175_3113685792051528_3574129470586388701_o-768x498.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107600175_3113685792051528_3574129470586388701_o-417x270.png 417w" sizes="auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="630" data-id="795" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107533803_3113675092052598_6292292010392731594_o.png" alt="" class="wp-image-795" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107533803_3113675092052598_6292292010392731594_o.png 990w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107533803_3113675092052598_6292292010392731594_o-300x191.png 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107533803_3113675092052598_6292292010392731594_o-768x489.png 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2020/10/107533803_3113675092052598_6292292010392731594_o-424x270.png 424w" sizes="auto, (max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure>
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		<title>Die evangelische Sankt Jakobi Kirche Nauen</title>
		<link>https://nauen.eu/die-evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 10:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man sieht sie schon von weitem, sie wacht über Nauen und seine Bürger wie eine Mutter über ihre Kinder, die evangelische Kirche Sankt Jakobi in Nauen. Nauen hat viele historische und bedeutende Gebäude aber die Jakobi Kirche ist für die Nauener das Wahrzeichen überhaupt, sie strahlt das aus was man Heimat nennt. Wenn nach einer [&#8230;]</p>
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<p>Man sieht sie schon von weitem, sie wacht über Nauen und seine Bürger wie eine Mutter über ihre Kinder, die evangelische Kirche Sankt Jakobi in Nauen. Nauen hat viele historische und bedeutende Gebäude aber die Jakobi Kirche ist für die Nauener das Wahrzeichen überhaupt, sie strahlt das aus was man Heimat nennt. Wenn nach einer langen Reise oder nach längerem wieder nach Nauen kommt und man sieht den Kirchturm dann ist man angekommen. Auch für viele die nichts für das kirchliche übrig haben ist diese Gebäude ein Zeichen von Heimat und daher sind wir Nauener stolz auf dieses Gebäude.</p>



<span id="more-586"></span>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-goethestrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="190" height="300" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-goethestrasse-190x300.jpg" alt="Evangelische Sankt Jakobi Kirche Nauen Goethestrasse" class="wp-image-594" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-goethestrasse-190x300.jpg 190w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-goethestrasse-171x270.jpg 171w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-goethestrasse.jpg 506w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a></figure></div>


<p>Die Kirche ist nach einstimmigem Urteil verschiedener Baumeister in den Jahren 1290 &#8211; 1320 erbaut, Als sicheres Zeichen spricht dafür, erstens die Größe der Steine und die Lage derselben im Mauerwerk (Klosterformat), Die Steine haben auch verschiedene Größen, 28x13x8cm, 24x13x9 cm sowie 21x13x8 cm und an der Ostseite die verschiedensten Größen. Letzteres ist bedingt durch den großen Umbau 1973/74. In dem Kreuzkuppelgewölbe über dem Altar waren gewaltige Risse, dasselbe drohte einzustürzen. Es wurde das Mauerwerk an der Altarseite abgetragen, um das Kuppelgewölbe mit der östlichen Wand neu aufführen zu können. Dadurch mögen wohl die alten Steine knapp geworden sein. Die Kirche hat durch die Jahrhunderte viele bauliche Veränderungen erlebt, Bis heute sind noch erhalten der untere Teil des Turmes, die Umfassungswände, der Dachstuhl und innen in der Kirche das auf zehn Pfeilern ruhende gotische Kreuzgewölbe. Wenn man bedenkt, dass Nauen zur Zeit des Kirchenbaues kaum l.000 Einwohner hatte, so muss man heute noch staunen, mit welchen Schwierigkeiten dieser gewaltige Bau geschaffen wurde. Die Innenmaße der Kirche sind:</p>



<p>Länge 42,95 m<br>Breite 19,05 m<br>Höhe 10,22 m</p>



<p>Bis zum Sims Die Vorhalle ist 3,55 x 5,1.5 m groß, die Sakristei 5,2o x 5,7o m, die Pfeiler haben einen Durchmesser von 1,3o m. Der Turm ist 55,26 m hoch und im Innenraum eine Größe von 6,00 x 8,60 m. Die Wände des Kirchenschiffs sind 0,75 m dick, die des Turmes 1,5o m. Die Kirche hat 13 Fenster: 7 buntfarbige und 6 einfache Glasfenster. Außerdem 38 kleine Fenster, davon 14 buntfarbig. Die 13 großen Fenster behielten beim Umbau ihre Form, während die ursprünglich vorhandenen 13 ovalen Fenster durch 26 kleine gotische Fenster ersetzt wurden. Die Sakristei erhielt 4 gotische Fenster mit Bleiverglasung. Die Kirche hat außen 14 Pfeiler. Das Dach hat eine Fläche von 2000 qm. Da es doppelt gedeckt ist, Biberschwänze 55 Stück je qm, liegen auf dem Dach der Kirche 110 000 Dachsteine.</p>



<p>Am 4. März 1860 verfügt der Nauener Magistrat: &#8222;Das Tabakrauchen im Turm und Kirchenboden ist verboten. Wer den Turm besteigen will, hat sich beim Bürgermeister zu melden.&#8220; Am 1. März 1917 erließ die Heeresverwaltung die Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme und Enteignung von Glocken aus Bronze. Im August 1917 standen auf dem Hof des Landratsamtes 15 Glocken aus verschiedenen Dörfern. Die St. Jakobi- Kirche hatte alle ihre Glocken behalten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-mittelstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="195" height="300" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-mittelstrasse-195x300.jpg" alt="Evangelische Sankt Jakobi Kirche Nauen Mittelstrasse" class="wp-image-593" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-mittelstrasse-195x300.jpg 195w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-mittelstrasse-175x270.jpg 175w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-mittelstrasse.jpg 519w" sizes="auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a></figure></div>


<p>Über diese sei hier berichtet:<br>Die größte Glocke wurde 1884 von Ulrich in Apolda gegossen. Es wurde das Material ihrer Vorgängerin, die 1743 Zweitinger aus Berlin in Nauen goss, mitverwendet. Sie war die größte im damaligen Ost- und Westhavelland. Sie hatte am Rande 1,6o m Durchmesser. Sie wog 2,5 Tonnen. Die zweite Glocke wurde ebenfalls aus dem alten Material von 1733 im Jahre 1891 von G. Collier &#8211; Zehlendorf &#8211; gegossen. Sie hatte einen Durchmesser von 1,2o m. Die dritte Glocke hatte einen Durchmesser von 1,80 m. Sie wurde 1746 von H.J. Jakobi in Berlin gegossen und hat einfachen Blätterschmuck. Die vierte Glocke wurde ebenfalls 1745 von Jakobi in Berlin gegossen und hat einen Durchmesser von 0,68 m. Betrachten wir den Glockenstuhl, der für fünf Glocken eingerichtet ist und auch fünf Glocken besaß, so muss man die kräftige Bauart bewundern. Der Glockenstuhl stützt sich auf gewaltige Eichenbalken. Die fünfte Glocke wurde 1915 vom Turm geholt und als Meldeglocke im Realgymnasium aufgehängt, später kam sie ins Museum. Diese Glocke hatte einen silberhellen Klang. Durch eine kleine Reparatur stellte es sich heraus, dass sie einen hohen Silbergehalt hatte und daher besonders wertvoll war, sie hatte 0,38 m Durchmesser. 1942 mussten die drei großen Glocken abgegeben werden und wurden Kriegszwecken zugeführt. Die Glocke, die im Museum war, ist, wie so vieles aus dem Museum, spurlos verschwunden. In dem Buche &#8222;Berner Geschichte des preußischen Staates&#8220;, Verlag Kunst und Wissenschaft München 1891, Seite 19o, befindet sich ein in Amsterdam 1675 gedruckter Kupferstich: &#8222;Gloriense Vitorie van sunv Ceurfurstelyke Dorl. van Brandenburg of de Sweeden in Havellant.&#8220; eben rechts im Bilde befindet sich eine Skizze der Nauener Kirche. Die Kirche ist dargestellt mit Ziertürmchen. Triebel führt diese Ziertürmchen ebenfalls an.</p>



<p>Über den Turm ist folgendes zu sagen: Im oberen Teil der Turmhaube befindet sich die Turmuhr mit dem Uhrwerk. Dieses wurde 1925 angeschafft. Es hat drei Gewichte, je eines für das Uhrwerk, den Zeiger der Vorschlagglocke und die Nachschlagglocke. Das Werk zieht sich stündlich automatisch auf. Auch ohne Strom läuft es noch 16 Stunden. Nachher muss es mit Schlüsseln aufgezogen werden. Die Uhr hat zwei Glocken: Die Vorschlagglocke, Durchmesser 95 cm. Inschrift: &#8222;C. Heintze 1733&#8220;. Die Stundenschlagglocke, Durchmesser 80 cm. Inschrift: &#8222;Goß mich Christian Heintze 1733.&#8220;<br>Die Kugel der Turmspitze ist 97 cm breit und 65 cm hoch. In ihr sind seit jeher in einem Bleikasten Urkunden und Münzen aufbewahrt. Es liegen heute drei Zinnkästen mit reichem Inhalt in der Kugel. Über der Kugel befindet sich der Schwan. Den Abschluss des Turmes bildet ein Stern. Der Turm hat von unten bis zu den Glocken 99 Stufen. Vom Glockenboden führt ein Gang über die Kreuzgewölbe der Kirche, ein schmaler Brettergang, welchen zu betreten nicht ungefährlich ist. Die Vertiefungen zwischen den Gewölben betragen bis zu 2 Meter. Auf einigen Buckeln stehen Winden, durch welche die Kronleuchter in der Kirche hoch und runter gelassen werden. Der freie Raum unter dem Dachgebälk beträgt 45o Qm. 1186, 1105, 1197 und 1208 werden Nauener Pfarrer in Brandenburgischen Urkunden erwähnt. Nach Prof. Riedel: &#8222;Codex diolomaticus Brandenburgiensis&#8220; sind bis 1.440 144 Urkunden von Neuen bekannt.<br>Interessant ist noch: Dar Bischof Nicolaus von Riga und der Probst in Nauen hatten für den Dom zu Brandenburg einen Streit mit Ellebrechtswerder zu schlichten. (Stiftshistorie Brandenburg von Gerken,1766,S.118)</p>



<p class="has-text-align-center">Karl Friedrich Ferdinand Tiebel,<br>Königl. Superintendent und Oberprediger zu Nauen 1817.<br>* * *</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-kirchgasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="221" height="300" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-kirchgasse-221x300.jpg" alt="Evangelische Sankt Jakobi Kirche Nauen Kirchgasse" class="wp-image-595" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-kirchgasse-221x300.jpg 221w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-kirchgasse-199x270.jpg 199w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/evangelische-sankt-jakobi-kirche-nauen-kirchgasse.jpg 590w" sizes="auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px" /></a></figure></div>


<p class="has-text-align-left">Über die St. Jakobi &#8211; Kirche in Nauen<br>Quellen:<br>1. Angeli Annales Marchiae Brandenburgicae Frankfurt/O. 1598<br>2. Acta historico ecclesiastica. eimar 1744<br>3. Des in Leuenbruch bei Potsdam gestorbenen Predigers Otto in Handschrift hinterlassene Chronik von Nauen.<br>4. Die in der hiesigen Registratur aus der Zeit vor dem letzten großen Brande noch vorhandenen Akten.<br>Hinter der Kirche hat sich gegen Morgen ein Karpfenteich befunden. Was diese anbetrifft, so ist sie sehr alt. Ehe die Wenden völlig besiegt wurden, herrschte auch hier das Heidenthum, und die Götter Radegast, Perkunst, Triglaff, Swantewit und Filius wurden von den alten Bewohnern unserer Gegend verehrt. Bald nach der Stiftung des Bisthums Brandenburg ward auch hier dem heiligen Apostel Jacobus zu Ehren, der mit dem Schwerdte hingerichtet ward, eine Kirche erbaut, aber in der Empörung der Wenden 985 wieder zerstört. Sie lag wüst bis zum Jahre 1156, als Albrecht der Bär Brandenburg auf immer eroberte. Die Kirche steht seit 65o Jahren hier. Übrigens ist das jetzige Gebäude nicht mehr das erste, indem dieses durch frühere Feuersbrünste in die Asche gelegt worden ist. Denn das jetzige, welches aus dem 14. Jahrhundert stammt, brannte 1514, 1626 und 1695 gänzlich aus, wobei es sehr verändert und beschädigt ward. Vor 1695 war der Turm weit höher, auf dem Kirchendache über dem Altare stand ein mit Kupfer beschlagenes Signier- Türmchen, in der Kirche war außer der großen Orgel in dem Chor vor dem Hauptaltare noch eine kleinere; in den Nischen hinter dem Altere standen die Bildsäulen der zwölf Apostel und die Kirche selbst war mit schönen Gemälden und Denkmälern geziert. Außerdem waren vor der Reformation in ihr noch sieben Altäre vorhanden. Die Kirche besaß vier Hufe Land und alle alten Nachrichten sagen, daß sie vor der Reformation sehr begütert gewesen sei. Die Kirche verwaltete auch die berühmte Wallfahrtskirche in Neukammer. Diese wurde 1363 erbaut und weil in ihr viele angebliche Wunderwerke geschahen, so bewilligte ihr Papst Urban 1365 von Avignon aus Indulgenzen und sie wurde bis zur Reformation sehr von Wallfahrtenden besucht. Das Patronatsrecht der Oberpredigerstelle in der katholischen Zeit hatte der Dom zu Brandenburg.</p>



<p class="has-text-align-center">*&nbsp; *&nbsp; *</p>



<p>Was das jetzige Kirchengebäude betrifft, so ist es nach dem Brande von 1695 allmählich wieder hergestellt worden.<br>1719 ward die Orgel fertig<br>1699 wurden die beiden ersten Glocken gegossen<br>1708 Altar und Kanzel<br>1759 Orgelchor und Kanzel verziert<br>1712 ist der Turm fertig geworden<br>1724 Taufstein</p>



<p>1993 fand dann eine umfangreiche und kostenintensive Kirchturmsanierung statt, ein Video dazu finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FnNeLsJ0BdE&amp;t=5s">&gt; &gt; &gt; HIER &lt; &lt; &lt;</a></p>



<p>Quelle: Aufzeichnungen Fritz Warncke († 2017)</p>
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		<title>Die Sparkasse des Kreises Osthavelland in ihrer geschichtlichen Entwicklung.</title>
		<link>https://nauen.eu/die-sparkasse-des-kreises-osthavelland-in-ihrer-geschichtlichen-entwicklung/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2019 06:01:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Einrichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1899 führte Landrat Dr. von Steinmeister den Kreisausschussbeschluss über die Errichtung der Kreissparkasse seines Kreises herbei und erteilte der Kreistag vom 22. März 1900 hierzu seine Zustimmung. 1901 unterm 8. März genehmigte der Oberpräsident diese Beschlüsse der Kreiskörperschaften, sodass am 1.Oktober 1901 die Eröffnung der Sparkasse des Kreises Osthavelland erfolgen konnte und zwar gleichzeitig mit [&#8230;]</p>
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<p>1899 führte Landrat Dr. von Steinmeister den Kreisausschussbeschluss über die Errichtung der Kreissparkasse seines Kreises herbei und erteilte der Kreistag vom 22. März 1900 hierzu seine Zustimmung.</p>



<span id="more-545"></span>



<p>1901 unterm 8. März genehmigte der Oberpräsident diese Beschlüsse der Kreiskörperschaften, sodass am 1.Oktober 1901 die Eröffnung der Sparkasse des Kreises Osthavelland erfolgen konnte und zwar gleichzeitig mit ihr auch 21 Annahmestellen im Kreise.</p>



<p>Die Leitung der Kasse wurde bei der Eröffnung dem damaligen Rentmeister und Rechnungsrat a. D. David übertragen. Das Gegenbuch führte der Kassengehilfe Wurbs. Die Leitung der Kreissparkasse als auch der Kreiskommunalkasse war in einer Hand vereinigt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="181" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1-300x181.jpg" alt="Sparkasse Nauen Kreis Osthavelland" class="wp-image-550" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1-300x181.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1-768x464.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1-447x270.jpg 447w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-1.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Aus den geschichtlichen Vorgängen der Einrichtung der Kreissparkasse sei bemerkt, dass die Regierung in Potsdam bereits am 8. Dezember 1873 den damaligen Landrat des Kreises, Graf von Königsmark, aufforderte, die Kasse im Einvernehmen mit den Kreiskörperschaften einzurichten, da eine solche im Interesse der Landbevölkerung nie dringend erwünscht angesehen werden müsse. In den Kreistagesitzungen am 4.Mai und 18. Juli 1874 wurde diese Einrichtung jedoch von den Vertretern des großen Landbesitzes und der Landgemeinden abgelehnt mit der Begründung, dass in den vier Städten des Kreises bereits je eine Sparkasse vorhanden sei und dadurch das vorhandene Bedürfnis als genügend befriedigt angesehen werden müsse.</p>



<p>Bei den vier Städten handelte es sich um die Sparkessen in Spandau, Nauen, Fehrbellin und Ketzin. Diese Anstalten berücksichtigten jedoch nach der Art ihrer Garantiebezirke in erster Linie die Interessen ihrer städtischen handel- und gewerbetreibenden Bevölkerung. Für die von diesen Städten weiter entfernt liegenden Gemeinden bestand der Übelstand, dass Sie die Sparkassen in den Geschäftsstunden ohne erheblichen Zeitverlust nicht erreichen konnten und für sie daher die segensreiche Einrichtung einer Sparkasse als Treuhänder mühsam ersparter Beträge und als Kreditinstitut wenig oder garnicht in Frage kommen konnte.</p>



<p>Eine gewaltige Menge totes Kapital ging dadurch der Wirtschaft verloren war allen möglichen Gefahren wie durch Feuer und Diebstahl ausgesetzt und bereitete seinen Besitzern nur Sorgen anstatt Freude und Sicherheit in kranken und alten Tagen. Mit ihren Annahme- und Auszahlungsstellen in fast jeder, noch so sehr abgelegenen Gemeinde wurde dadurch die Sparkasse des Kreises eine unbedingte Notwendigkeit.</p>



<p>Am treffendsten wird diese Tatsache durch die Entwicklung der Kreissparkasse bewiesen, die über einen Einlegebestand von 13.292.000 Mark verfügte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="192" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2-300x192.jpg" alt="Sparkasse Nauen Kreis Osthavelland" class="wp-image-551" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2-300x192.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2-768x492.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2-422x270.jpg 422w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sparkasse-nauen-kreis-osthavelland-2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Einen neuen wesentlichen Aufschwung nahm die Sparkasse des Kreises Osthavelland mit der im Oktober 1919 erfolgten Trennung der Kreissparkasse von der Kreiskommunalkasse unter der Leitung des damaligen Direktors Stobernack. Dabei wurden für die Kreissparkasse unter anderen Erleichterungen und Erneuerungen auch der Depositen- und Kontokorrentverkehr in Verbindung mit dem Scheck- und Giro- Überweisungsverkehr eingeführt und die Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren in offenen Depots sowie Her An- und Verkauf von Wertpapieren aufgenommen. Diese Neuerungen in Verbindung mit der sachkundigen, vorsichtigen und gewissenhaften Leitung führten dazu, dass am 1.Januar 1924 auch die Sparkassen der Städte Nauen, Ketzin, Kremmen und der Gemeinden Velten und Hennigsdorf der Kreissparkasse einverleibt wurden und diese dann die führende Zentrale im Geldverkehr des Kreises Osthavelland darstellten.</p>



<p>Die große volkswirtschaftliche Bedeutung und der gewaltige Umfang der Kreissparkasse ergibt sich auch aus dem Geschäftsbericht von 1932.</p>



<p>Nach diesem betragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der Einlagebestand 13.292.000 Mark</li>



<li>die abgerechneten Wechsel 522.955 Mark</li>



<li>die Kredite in laufender Rechnung 1.306.646 Mark</li>



<li>Wechseldarlehen 19.990 Mark</li>



<li>Schuldscheindarlehen 274.881 Mark<br>(97% aller Kredite waren Klein- und Mittelkredite)</li>
</ul>



<p>An Hypotheken sind ausgeliehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>auf ländliche Grundstücke 481.000 Mark</li>



<li>auf städtische Grundstücke 3.695.330 Mark<br>(das sind rund 43 ½% der Spareinlegen)</li>
</ul>



<p>Außerdem bestanden 395 Aufwertungshypotheken im Betrage von 1.051.679 Mark.</p>



<p>Ferner sind an Kommunalverbände und andere öffentlich rechtliche Körperschaften Darlehen im Betrage von rund 3.100.000 Mark gegeben worden.</p>



<p>Den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend ist ferner ein Teil des Einlagenbestandes in Inhaberpapieren angelegt.</p>



<p>Durch die Sparkasse des Kreises Osthavelland in unserer Stadt war der Charakter der Stadt Nauen als Kreisstadt besonders unterstrichen und ist Nauen auch in geldwirtschaftlicher Hinsicht die Zentrale eines großen Wirtschaftsgebietes.</p>



<p>Die Hauptstelle befand sich in Nauen. Zweigstellen befanden sich in folgenden Gemeinden: Hennigsdorf, Velten, Falkensee, Kremmen, Ketzin, Bornim, Wustermark, Paaren im Glien und Dallgow-Döberitz.</p>



<p>Quelle: Aufzeichnungen Fritz Warncke († 2017)</p>
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		<title>Krankenhaus Nauen ließ die Einwohnerzahl steigen</title>
		<link>https://nauen.eu/krankenhaus-nauen-liess-die-einwohnerzahl-steigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2019 07:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Einrichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als am 1. November 1907 das Nauener Krankenhaus eingeweiht wurde, fand damit eine Entwicklung ihren Abschluss, deren Anfänge bis in das Jahr 1395 zurückgingen. Bereits damals hatte der derzeitige Landrat von Steinmeister der Überzeugung Ausdruck gegeben, dass ein Krankenhaus notwendig sei, für dessen Bau Kreismittel zur Verfügung gestellt werden sollten. Gegen diesen Plan wurden Bedenken [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als am 1. November 1907 das Nauener Krankenhaus eingeweiht wurde, fand damit eine Entwicklung ihren Abschluss, deren Anfänge bis in das Jahr 1395 zurückgingen. Bereits damals hatte der derzeitige Landrat von Steinmeister der Überzeugung Ausdruck gegeben, dass ein Krankenhaus notwendig sei, für dessen Bau Kreismittel zur Verfügung gestellt werden sollten. Gegen diesen Plan wurden Bedenken dahingehend geäußert, dass es Nauen bis dato noch an ausreichenden Eisenbahnverbindungen mit den Ortschaften des Kreisgebietes fehle und dass damit die rationelle Ausnutzung eines solchen Krankenhauses in Frage gestellt sei. Grundsätzlich war man jedoch nicht gegen den Bau und beschloss schließlich, dass das Projekt nach Fertigstellung der damals im Bau befindlichen und geplanten Eisenbahnverbindungen Nauen &#8211; Wildpark und Nauen &#8211; Velten in Angriff genommen werden sollte. </p>



<span id="more-95"></span>



<p>Im Kreisgebiet befinden sich damals zwei Krankenhäuser: das städtische Lazarett in Nauen mit 3o Betten und das städtische Krankenhaus in Ketzin mit 17 Betten. Es war also angesichts der ständig zunehmenden Einwohnerzahl des Kreises dringend an der Zeit, dass etwas geschah! Am 9.4.1901 fasste der Kreistag den endgültigen Beschluss, das Krankenhaus auf einem inzwischen an oder Ketziner Chaussee aufgekauften Gelände von 31.200 m² zu errichten.</p>



<p>Die finanziellen Verhältnisse des Kreises ließen es jedoch angeraten erscheinen, mit dem Bau noch zu warten, das Projekt wurde deshalb um drei Jahre vertagt, zumal der mit dem 1. Preis bedachte Entwurf des Regierungsbaumeisters Lüdicke aus Berlin, nicht zur Ausführung kommen konnte, weil dieser Architekt aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage war, die Bauleitung zu übernehmen. Inzwischen wurden jedoch durch den Nachfolger Steinmeisters, den Landrat von Wilms, die Vorbereitungen weiter vorangetrieben, um nach Ablauf der Frist unverzüglich mit dem Bau beginnen zu können. Der Architekt Paul Weidner (Charlottenburg) arbeitete unter Beratung durch den Landesbaurat Prof. Goecke aus Berlin den neuen Bauplan aus, der vom Kreistag am 2. November 1905 unter der Bedingung genehmigt wurde, dass sich die Stadt mit 50.000,00 Mark am Bau beteiligen sollte. Diese Bedingung wurde von den Städtischen Körperschaften durch Beschluss vom 19.12.1905 bestätigt. Die Stadt erklärte sich bereit, die Chaussee bis zum neuen Krankenhaus städtisch auszubauen.<br>Nach Eingang der notwendigen Genehmigungen und Fertigstellung des Entwurfes sowie der Kostenvoranschläge durch die Architekten Mohr und Weidner wurde im Frühjahr 1906 mit den Bauarbeiten begonnen, der Rohbau wurde bei günstigen Wetterverhältnissen im Spätsommer 1906 fertiggestellt. Im Sommer 1907 erfolgten der innere Ausbau und die Herstellung der Klär-und Gartenanlagen, welch letztere nach einem Entwurf des Garteninspektors Zahn aus Berlin Steglitz ausgeführt wurden. Folgende Nauener Firmen (neben zahlreichen auswärtigen) waren am Bau beteiligt:</p>



<p>Maurer- und Zimmererarbeiten: A. Kellermann<br>Zimmererarbeiten: W. Sittel u. Sohn<br>Steinmetzarbeiten: Ehlert<br>Tischlerarbeiten: Peterhoff und Bennier<br>Klempnerarbeiten: W. Krug<br>Malerarbeiten: E. Rumpff<br>Schlosserarbeiten: Schröder<br>Gipserarbeiten: Lüdicke<br>Eiserne Krankenmöbel und Haushaltsgegenstände: Otte Voss<br>Uhren: Carl Wendt</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="190" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau-300x190.jpg" alt="Krankenhaus Nauen Cäcilie Haupteingang" class="wp-image-537" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau-300x190.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau-768x487.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau-426x270.jpg 426w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-caecilie-mit-erweiterungsbau.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Bezüglich der Größe und Belegfähigkeit des Krankenheusee wurde zu Grunde gelegt, dass auf je 1.000 Einwohner der Kreises ein Krankenbett zu rechnen sei, Eine evtl. Erweiterung der Baulichkeiten war von vornherein architektonisch mit eingeplant. Neben dem Hauptgebäude standen am Einweihungstag ein Wirtschaftsgebäude sowie ein Isolierbau für Infektionskranke zur Verfügung. Das Hauptgebäude das gegen Staubeinwirkung 3o m von der Straße entfernt war, enthielt vier Stockwerke und war mit einem Uhrtürmchen gekrönt. Am 1. November 1907 erfolgte die feierliche Eröffnung der Anstalt durch den Landrat Adolf von Hahnke in Anwesenheit der kommunalen Körperschaften der Stadt- und Landgemeinden und der Ärzte des Kreises Osthavelland. Die Kronprinzessin hatte genehmigt, dass das Krankenhaus ihren Namen tragen durfte und die Kreisverwaltung beschloss, das Haus &#8222;Cäcilie-Kreis-Krankenhaus&#8220; zu nennen. Der Kaiser verlieh Kreisarzt Dr. Aust den Roten Adlerorden 4. Klasse. Das Nauener Krankenhaus war ein den damaligen Bedürfnissen und Anforderungen angemessener Gruppenbau, der aus dem Hauptbau, einem Isolierhaus und den entsprechenden Wirtschaftseinrichtungen bestand. Für alle Fälle war 1908 noch eine Döcker&#8217;sche Baracke mit vollständiger Einrichtung für eventuellen stärkeren Krankenanfall aufgestellt worden.</p>



<p>Der größte Teil des Gartens war als Ziergarten mit Spazierwegen, Ruheplätzen und Rasenflächen angelegt, während der kleinere, hinter dem Haupt- und Wirtschaftsgebäude gelegene Teil als Obst- und Gemüsegarten Verwendung fand. Durch Ankauf einer im Norden angrenzenden Gärtnerei mit Obstplantage erfuhr dieser Gartenteil im Jahre 1909 eine erhebliche Erweiterung. Die Gartenpartie vor der Front des Hauptgebäudes wurde zur Erzielung einer vollen Wirkung der Architektur 5o m breit gehalten und mit einem teppichartigen Rondell versehen. An der Westseite war sie zur Abhaltung des Straßenstaubes mit dichtem Strauchwerk bepflanzt. Die nun folgende Beschreibung der Gebäudeteile und deren technischer Einrichtung wird einem Bericht des damaligen Kreisarztes Dr. Karl Aust entnommen, den dieser 1910 im &#8222;Kalender für den Kreis Osthavelland&#8220; hatte erscheinen lassen:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="185" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor-300x185.jpg" alt="Krankenhaus Nauen Haupteingangstor" class="wp-image-538" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor-300x185.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor-768x474.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor-437x270.jpg 437w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-eingangstor.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Durch das an der Westgrenze gelegene Haupttor betrat man den Vorgarten und durch den gegenüberliegenden Haupteingang mit verandenähnlichem Vorbau das Erdgeschoß des Hauptgebäudes. Die architektonische Formgebung des letzteren Passte sich unter sparsamster Verwendung barocker Motive der freien Landschaft an. Durch den kurzen Flur, an dessen Seite sich das Aufnahme- und Verwaltungsbüro befand, gelangte man in eine geräumige, durch zwei große bunte Fenster mit wohltuend abgetönter Tagesbeleuchtung versorgte Treppenhalle, um die sich Kranken-, Operations- und Nebenräume in zweckmäßiger und bequemer Weise gruppierten. Den elektrischen Strom lieferte eine im Wirtschaftsgebäude von der Wäscherei- Dampfmaschine mitgetriebene Dynamomaschine, die auch das Operationszimmer mit elektrischem Licht versah, während alle übrigen Räume Gasbeleuchtung hatten. Die Gruppierung der Kranken- und Tagesräume war eine bis dahin wenig angewandte. In beiden, nach Osten und Süden gerichteten Hauptflügeln lagen die Krankenzimmer auf der Sonnenseite, also nach Osten und Süden bzw. Süden und Westen. Jeder Flügel hatte in der Mitte des 5,15 m breiten Korridors einen Tagesraum von 8 m Länge, der durch eine Glastür gut zu übersehen war. Die Beleuchtung der Tagesräume durch vier große Fenster war vorzüglich.</p>



<p>Mit Ausnahme eines größeren Zimmers für zehn Kranke waren nur kleinere Krankenräume für ein, zwei, drei oder fünf Betten vorhanden, eine Einrichtung, die kleineren und mittelgroßen Anstalten mit verhältnismäßig geringer Patientenzahl eine natürliche Trennung der verschiedenen Krankheitsformen und eine individuelle Gruppierung der Insassen gestattete. Das am Ende des Ostflügels im Erdgeschoß befindliche Zimmer mit vier Betten wurde als Tuberkuloseabteilung genutzt und war als solches von den übrigen Räumen durch eine Glastür getrennt und mit eigener Bade-und Klosetteinrichtung sowie mit Zugang zu einer Liegehelle und ins Freie hinaus versehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="172" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage-300x172.jpg" alt="Krankenhaus Nauen Rueckseite Gartenanlage" class="wp-image-541" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage-300x172.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage-768x441.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage-471x270.jpg 471w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-rueckseite-gartenanlage.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Den Abschluss des Südflügels bildete das große l0-Bettzimmer, das einen direkten Ausgang auf die Veranda und in den Garten hatte. Von der Halle des Erdgeschosses führte eine breite und bequeme Treppe zu dem als Frauenabteilung benutzten Obergeschoss. Im Mittelpunkt enthielt das Obergeschoss die Wohnung für die Arzte und die Oberschwester. Im Übrigen entsprach die Raumeinteilung der des Untergeschosses. Der Ostflügel schloss hier mit einem geräumigen Balkon ab. Jede Station war mit Feldküche, Klosett und Baderaum ausgestattet. Das Dachgeschoß enthielt im Mittelbau Wohnräume für Schwestern und weibliches Dienstpersonal. Im Kellergeschoss befand sich die Kochküche mit Neben- und Vorratskellern die Räume für die Kessel der Heizungsanlage mit Werkstatt, Kohlenkeller und Warmwasserbereitungsanlege lagen von der Kücheneinrichtung gut getrennt. Im Keller befand sich auch eine Zelle für Deliranten, sie war mit Fußbodenheizung versehen. Das eingeschossige Isolierhaus bestand aus zwei durch besondere Eingänge direkt von außen zugänglichen Abteilungen. Die Krankenräume für neun Kranke waren nach Süden gerichtet. Ein Schwesternzimmer in der Mitte gestattete den Zugang zu beiden Abteilungen. Am Stirnende der Ostseite war noch ein besonderer Raum mit eigenem Eingang Kranke mit großer Ansteckungsgefahr (Pocken) vorhanden. Da er meist unbelegt blieb, wurde er in der Regel als Operationsraum für alle chirurgischen Komplikationen ansteckender Krankheiten, insbesondere für Ausführung des Luftröhrenschnittes hei Diphterie- Kranken verwendet. Die den Fell der Überbelegung aufgestellte Döcker&#8217;sche Baracke war eine sogenannte Tropenbaracke mit doppeltem Dach, sie stand auf gemauerten Grundpfeilern. Die Baracke wurde vorwiegend mit Haut- und Krätzekranken belegt, die hiermit von den übrigen Kranken hinreichend isoliert waren. Die gesamten technischen Einrichtungen des Krankenhauses entsprachen dem damaligen neuesten Stand. Der Vernichtung von Müll und Kehricht sowie von verbrauchten Verbandsstoffen, Obduktions- und Operationsüberresten diente ein im Kesselhaus aufgestellter Verbrennungsofen. Der Operationsraum, die Bäder und Teeküchen waren mit glasierten Wandplatten belegt. Alle Räume waren mit Doppelfenstern versehen. Das ärztliche Personal bestand bei der Einweihung aus dem Chefarzt, Kreisarzt Dr. Aust, dessen Stellvertreter, Dr. David, einem im Krankenhaus wohnenden Assistenten und einem Medizinalpraktikanten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="182" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg-300x182.jpg" alt="Krankenhaus Nauen im zweiten Weltkrieg" class="wp-image-540" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg-300x182.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg-768x465.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg-446x270.jpg 446w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-zweiten-weltkrieg.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Zur Krankenpflege waren durch Vertrag mit dem &#8222;Vaterländischen Frauenverein&#8220; zu Berlin aus dessen &#8222;Auguste- Viktoria- Krankenhaus&#8220; in Weißensee fünf Schwestern vom Roten Kreuz angestellt, von denen eine als Oberschwester fungierte sowie als Operationsschwester das OP- Zimmer mit Inventar in Ordnung zu halten hatte. Einem gleichzeitig als Oberwärter ausgebildeten Hauswart lag die Aufsicht über die Gebäude, die technischen Anlagen und den Garten ob. Das technische Personal bestand aus einem Maschinisten, der die Heizungs-und Dampfkesselanlege bediente, einem Desinfektor, der gleichzeitig als Hausdiener fungierte, und einer Wirtschaftsleiterin. Zwei Küchen- und zwei Stationsmädchen sowie ein Hausmädchen bildeten das Dienstpersonal. Die insgesamt mit 65 Krankenbetten ausgestattete Einrichtung wies seit ihrem Bestehen eine stetig steigende Patientenzahl, die zur Hälfte aus chirurgischen Fällen bestand, auf. Die durchschnittliche Belegziffer war im Jahre 1908 43 Kranke, 1909 bereits 49 Kranke. Soweit die Beschreibung des Nauener Krankenhauses am Tage seiner Einweihung, wie sie durch den ersten Chefarzt Dr. Aust veröffentlicht wurde. Die Baukosten für die Gesamtanlage hatten ca. 26o.000,- Mark betragen, zu ihnen kamen durch den sehr bald erfolgenden Erweiterungsbau noch etwa 120.000,- Mark hinzu. Diese Baukosten wurden noch durch die notwendigen Mittel für Inventar etc. erhöht und beliefen sich für den ersten Bauabschnitt des Erweiterungsbaues auf 45.000,- Mark. Das Krankenhaus verfügte jetzt über 73 Betten, am Ende der Erweiterungsbauten hatte sich die Kapazität der Anstalt auf 100 Betten erhöht. Chefarzt Dr. Aust hatte zu den besonderen Förderern für den Bau des Krankenhauses gehört. Er war von 1900 &#8211; 1920 Mitglied der Gesundheitsdeputation der Stadt Neuen, von 1924 &#8211; 1929 hatte er der Fürsorgedeputation angehört, er befand sich unter den Gründern des Ärztevereins für das Havelland und war zehn Jahre lang Vorsitzender des Kreisverbandes vom Roten Kreuz. MR Dr. Karl Aust ist im 70. Lebensjahr am 03.05.1933 in Potsdam gestorben. während des ersten Weltkrieges war Dr. Aust Stabsarzt beim Heer. Von 192o hie 1945 war Dr. med. Kron Chefarzt des Krankenhauses und in seiner Amtszeit erfolgte in den Jahren 1929 &#8211; 1931 die völlige Modernisierung der Anstalt, die mit einer baulichen Umgestaltung zu dem noch heutigen Aussehen verbunden war. Der Kostenaufwand für diese Umgestaltung betrug etwa 2,25 Millionen Mark, also einem Mehrfachen der Gründungsbaulichkeiten!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="190" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang-300x190.jpg" alt="Krankenhaus Nauen Haupteingang" class="wp-image-539" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang-300x190.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang-768x486.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang-427x270.jpg 427w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-haupteingang.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Nach der Erneuerung verfügte das Krankenhaus über 304 Betten, die auch noch heute seine Kapazität darstellen. Nach dem Fortgang von Dr. Kron folgte für das Nauener Krankenhaus eine etwas unruhige Zeit, denn zwischen 1946 und 1949 hatte das Haus &#8222;nur“ sechs Chefärzte(!), was für eine ruhige und zielbewusste Leitung, wie sie ein Krankenhaus nun einmal braucht, nicht gerade förderlich gewesen sein dürfte. Unter anderem waren in diesen Jahren Dr. med. Beckmann, Dr. med. Waas und Professor Dr. med. habil. Haßlinger als Chefärzte tätig. Letzterer wurde Chefarzt des Bezirkskrankenhauses in Potsdam. Seit 1949 leitete dann als &#8222;Ärztlicher Direktor&#8220; MR. Dr. med. Korth die Geschicke des Hauses, bis er im Jahre 1971 Nauen verließ. Nach seinem Fortgang übernahm der Chefarzt der Inneren Abteilung, MR. Dr. med. Kral die einstweilige Leitung bis zur Neueinsetzung eines ärztlichen Direktors.<br>Im Jahre 1945 besaß die Anstalt eine Seuchenstation, es waren in der Einrichtung 28 Krankenschwestern und 17 Hilfsschwestern tätig. Zu diesem Pflegepersonal kamen noch Hebammen, Masseure und Helferinnen im Sanitätswesen hinzu. 1949 waren es dann bereits 42 Krankenschwestern, 3 Hilfsschwestern, 12 Lehrschwestern, 1 Laborantin, 1 Masseur und 3 med. techn. Assistenten vorhanden. Die Zahl der verfügbaren Krankenbetten betrug im Jahre 1951 370 Plätze, die sich damals wie folgt verteilten:</p>



<p>Innere Abteilung: 139 Betten (3 Ärzte, 15 Krankenpfleger)<br>Infektionsabteilung: 55 Betten (1 Arzt, 6 Krankenpfleger)<br>Tuberkuloseabteilung: 57 Betten (8 Krankenpfleger)<br>Chirurgische Abteilung: 106 Betten (3 Arzte, 18 Krankenpfleger)<br>Geburtshilfeabteilung: 12 Betten (1 Arzt, 3 Krankenpfleger)</p>



<p>Im gleichen Jahr waren folgende Ärzte und sonstiges medizinisches Personal tätig:</p>


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<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="186" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik-300x186.jpg" alt="Krankenhaus Nauen Poliklinik" class="wp-image-542" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik-300x186.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik-768x476.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik-435x270.jpg 435w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/krankenhaus-nauen-poliklinik.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Als Chefarzt Dr. Hans Korth, leitender Arzt für Innerers: Dr. Joachim Giermann, Dr. Johanna Scheuer, Dr. Hans Lederle, Dr. Hubert Wendt, ferner als Oberarzt Dr. Hellmuth Koblenz. Zu dieser Zeit amtierte die Oberin Wally Lewandowski. Das Krankenhauspersonal betrug im Jahre 1951 164 Personen. Im Jahre 1980, wurde besonderes Gewicht auf Traumatologie gelegt, da durch die durchführende Transitstraße des Haus zum Schwerpunkt in der Unfallhilfe geworden ist. Der Ärztliche Direktor ist MR. Dr. med. Bruno Boye. Im Jahre 1950/51 entstand auf dem Krankenhausgelände der Neubau einer modernen Poliklinik, deren Gründung auf des Jahr 1948 zurückgeht. Im November 1968 wurde gegenüber dem Krankenhaus der Neubau der Kreistuberkuloseberatungsstelle bezogen.</p>



<p>Quelle: Aufzeichnungen Fritz Warncke († 2017)</p>
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		<title>Die katholische Sankt Peter und Paul Kirche Nauen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 09:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nauen Ausführlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Trauungen und Taufen wurden in der evangelischen Kirche vollzogen. Nach der Aufbringung von 1.000 Talern wurde ein kleines Kirchlein gebaut. (später dann Kreisbibliothek, Dammstraße) Am 9. September 1847 wurde der Grundstein gelegt und am 24. Dezember der Turm aufgerichtet. Die Einweihung erfolgte am 1. Juli 1849 durch den Probst Brinkmann aus Berlin. Bis zum [&#8230;]</p>
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<p>Die Trauungen und Taufen wurden in der evangelischen Kirche vollzogen. Nach der Aufbringung von 1.000 Talern wurde ein kleines Kirchlein gebaut. (später dann Kreisbibliothek, Dammstraße) Am 9. September 1847 wurde der Grundstein gelegt und am 24. Dezember der Turm aufgerichtet. Die Einweihung erfolgte am 1. Juli 1849 durch den Probst Brinkmann aus Berlin. </p>



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<figure class="alignright"><a href="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="185" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen-300x185.jpg" alt="Sankt Peter und Paul katholische Kirche Nauen" class="wp-image-523" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen-300x185.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen-768x472.jpg 768w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen-439x270.jpg 439w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2019/12/sankt-peter-und-paul-katholische-kirche-nauen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Bis zum Jahre 1862 versah der Vorstand der Gemeinde die Funktionen des Gottesdienstes. 1862 wurde durch Verfügung des Fürstbischofes von Breslau die Nauener Gemeinde als katholisches Pfarramt ausgewiesen und erhielt die Anerkennung als Seelsorgestelle für Ost- und Westhavelland. Das alte Kirchlein war längst zu klein geworden, es hatte nur 80 Sitzplätze und kaum so viele Stehplätze. Durch reiche Geldspenden aus ganz Deutschland wer es am 8.Oktober 1904 soweit, dass man den Grundstein zur neuen &#8222;St. Peter und Paul Kirche&#8220; legen konnte. Bei der Grundsteinlegung wurde eine Urkunde im Fundament mit eingemauert. Sie hat folgenden Wortlaut: &#8222;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. amen. Am 8. Oktober des Jahres 1904 nach Christi Geburt, unter der glorreichen Regierung Wilhelm II, des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, unter dem Pontifikat des Papstes Pius X, da Se. Eminenz Georg Kardinal Kopp Fürstbischof von Breslau war, wurde von dem Erzpriester Paul Jende aus Potsdam der Grundstein zu der neuen Pfarrkirche in Nauen geweiht und gelegt. Das alte, im Jahre 1849 erbaute Kirchlein, so soll auch das neue Gotteshaus den Titel der Heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus erhalten. Die Mittel zu dem dringenden Neubau für die arme, etwa auf 1600 Seelen angewachsene Nauener Pfarrgemeinde, für die sich das alte Kirchlein schon seit mehreren Jahren für zu klein Erwies, wurden aufgebracht von Se. Eminenz der Hochwürdigen Bischof von Breslau, Kardinal Kopp, vom Bonifazius- Verein, durch freiwillige Leistungen der Parochianen und besonders durch milde Gaben der Glaubensgenossen aus ganz Deutschland. Möge der langersehnte Bau, zu dem der Baumeister Jos. Wels aus Berlin die Pläne entworfen hat, zur Ehre Gottes und zum Heile der Gemeinde glücklich zu Ende geführt werden. Das walte Gott. Amen. Nauen, den 8. Oktober 1904.&#8220; Bei großen Regengüssen fand die Grundsteinlegung auf dem Platze, welcher von einem Dekorateur Bernau aus Berlin geschmückt war, statt. Das Richtefest fand am 25. Januar 1906 in üblicher Weise auch abends im &#8222;Hamburger Hof&#8220; statt.</p>


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<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://funkstadtklamotte.de"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2022/05/Banner-Website.jpg" alt="" class="wp-image-1029" width="170" height="170" srcset="https://nauen.eu/wp-content/uploads/2022/05/Banner-Website.jpg 340w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2022/05/Banner-Website-300x300.jpg 300w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2022/05/Banner-Website-150x150.jpg 150w, https://nauen.eu/wp-content/uploads/2022/05/Banner-Website-270x270.jpg 270w" sizes="auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px" /></a></figure></div>


<p>Die Peter und Paul Kirche Nauen ist nach einer italienischen Kirche, der Basilika von Ravenna, dem früheren Slitz der Römischen Kaiser, gebaut. Sie hat eine Gesamtlänge von 32 Meter und eine Breite von 15,2o Meter, sowie eine lichte Höhe von 12 Metern. Sie ist dreischiffig. Das Mittelschiff hat eine Breite von 10 m und hat 383 Sitzplätze, die beiden Seitenschiffe sind je 1,5o m breit und haben noch mehr Stehplätze. In der Apsis (ein rundbockiges Gewölbe) ist der Altar, auf welchem Christus am Kreuze steht. Dieses Kreuz ist von dem westfälischen Bildhauer Theodor Achtermann geschaffen, geb. 1799 in Münster. Er war erst Landmann, dann Tischler und zuletzt ein Schüler des Bildhauers Daniel Fauch. Er starb in Rom am 26.5.1884. Der Altar steht nicht genau nach Osten, sondern etwas südlicher. Die Orgel wurde von Schlag u. Söhne in Schweidnitz erbaut, sie ist pneumatisch, hat zwei Manuale, zwei Pedale, acht klingende Register und drei Koppeln. Die Innendecke der Kirche ist aus Holz. Die drei Glocken wurden 1906 von F. Otto in Hemeling gegossen. Die große Glocke hat 99 cm Durchmesser und trägt die Schrift: Sanitus Petrus et Paulus in omnen terram exivit sonus eorum. Die mittlere Glocke hat 87 cm Durchmesser und trägt die Schrift: Heilige Maximilian, Künd der ganzen Welt es an, dass auf des Pfarrers Hilferuf die Liebe diesen Tempel schuf. Die dritte Glocke hat 74 cm Durchmesser und trägt die Schrift: Hedwigis sancta, inclyta, nos serves a ruina, nosque frux facias, grata divina. Das Gesamtgeläut klingt in den Tönen gis, h, cis. Sie wiegen zusammen 2.300 kg. Die Glockenweihe war am 26. Mai 1906.</p>



<p>Quelle: Aufzeichnungen Fritz Warncke († 2017)</p>
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